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Sonderausschreibung: Die Jugendabteilung des Europarats ruft zur Unterstützung junger Menschen aus der Ukraine auf

Die Jugendabteilung des Europarates hat eine zivilgesellschaftliche Veranstaltung zur Vernetzung von Jugendorganisationen aus der Ukraine mit solchen aus anderen Mitgliedsstaaten durchgeführt. Dikutiert wurde eine breite Palette von Projektthemen, von Fragen der psychischen Gesundheit über die Bekräftigung einer Kultur der Menschenrechte bis hin zur Unterstützung der Jugendarbeit in Kriegszeiten.

23.01.2024

Am 18. Januar 2024 führte die Jugendabteilung des Europarates eine zivilgesellschaftliche Veranstaltung zur Vernetzung von Jugendorganisationen aus der Ukraine mit solchen aus anderen Mitgliedsstaaten durch. Inhalt der Diskussionen waren Wünsche und Erwartungen der jungen Menschen in der Ukraine nach nunmehr fast zwei Jahren russischer Aggression. Veranstalter war der Jugendbeirat des Europarates, eines der Entscheidungsgremien des Europarates in Jugendfragen, das sich aus 30 Jugendvertreterinnen und -vertretern von Jugendorganisationen aus ganz Europa zusammensetzt.

Austausch über den Aufruf der Europäischen Jugendstiftung

Bei dem Treffen betonten Vertreterinnen und Vertreter des nationalen ukrainischen Jugendrates wie außerordentlich wichtig es sei, junge Menschen aus der Ukraine und ihre Organisationen mit ihren je nach Umständen ständig wechselnden Bedürfnissen wie bereits in der Vergangenheit auch in Zukunft nach Kräften zu unterstützen. Vertreterinnen und Vertreter von Jugendorganisationen aus ganz Europa sowie der Jugendabteilung des Europarates und verwandter Gremien tauschten sich dabei über den Aufruf der Europäischen Jugendstiftung (EYF) zu Projekten zur Unterstützung von ukrainischen Jugendlichen aus.   

Während der vergangenen zwei Jahre stellte der Europarat 380 000 Euro für insgesamt 26 Jugendprojekte zur Verfügung. Ein Großteil der Projekte (17) wurde von ukrainischen Jugendorganisationen eingereicht, die restlichen 9 von mit aus der Ukraine geflohenen Jugendlichen arbeitenden Jugendorganisationen aus anderen Mitgliedsstaaten. Damit hat die Unterstützung für spezifische Jugendinitiativen ein noch nie dagewesenes Ausmaß erreicht. In den Diskussionen ging es um eine breit gefächerte Palette von Projektthemen, von Fragen der psychischen Gesundheit über die Bekräftigung einer Kultur der Menschenrechte und die Unterstützung der Jugendarbeit in Kriegszeiten bis hin zur Integration junger Ukrainerinnen und Ukrainer in anderen europäischen Ländern, in denen sie sich aufgrund des Konflikts aufhalten.

Sonderausschreibung, um Solidarität und internationale Zusammenarbeit zu gewährleisten

Das Treffen diente auch der Ankündigung, dass die EYF-Sonderausschreibung für Projekte zur Unterstützung junger Menschen aus der Ukraine im Jahr 2024 weiterläuft, nunmehr mit verstärkter Unterstützung für internationale Aktivitäten und den Austausch zwischen jungen Menschen aus der Ukraine und anderen Mitgliedsstaaten, um Solidarität und internationale Zusammenarbeit zu gewährleisten. 2024 gilt die EYF-Sonderausschreibung der Unterstützung lokaler und internationaler Projekte gleichermaßen, mit dem übergeordneten Ziel, die Rolle von Jugendorganisationen bei der Unterstützung junger Menschen aus der Ukraine zu stärken, um ihre Widerstandsfähigkeit,  Fähigkeiten und Kompetenzen zu verbessern und Lösungsansätze für die aktuellen Herausforderungen zu finden. Einreichungen können Aktivitäten wie Peer-to-Peer-Learning umfassen, ebenso Schulungen und Workshops, Information und Beratung, Sensibilisierung und Kompetenzaufbau für junge Menschen, Jugendbetreuer und Jugendleiter, verschiedene Arten von Begegnungen mit jungen Menschen aus der Ukraine, Analysen, Forschungsarbeiten und andere Maßnahmen, die auf den Grundsätzen und der Praxis der Jugendarbeit basieren. Die Projekte können für die lokale, regionale oder nationale Ebene gedacht sein, aber auch Aktivitäten in einem lokalen, grenzüberschreitenden Kontext umfassen.

Quelle: Europarat vom 18.01.2024

Redaktion: Sofia Sandmann

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