Medienerziehung

Huggy Wuggy – Blaue Plüschfigur kann Kinder ängstigen

Die Szene aus dem Spiel zeigt die Figur Huggy Wuggy mit scharfen Zähnen

Huggy Wuggy harmlos – bis es das Maul aufmacht.

Der Clown aus Es, Momo oder der Game Master– immer wieder gibt es Figuren, die im Netz ein gruseliges Eigenleben entwickeln und Kindern Angst machen. Aktuell ist es die Spielfigur Huggy Wuggy, eine blaue Plüschfigur mit einem furchterregenden breiten Maul voller spitzer Zähne, die durch Videos auf YouTube, TikTok oder Instagram geistert.

28.01.2022

Ursprünglich stammt die Figur aus dem Survival-Horror-Game „Poppy Playtime“, das sich an Erwachsene richtet und für Kinder völlig ungeeignet ist. Durch Let’s-Play-Videos wurde Huggy Wuggy schnell auch über die Gaming-Szene hinaus bekannt. Mittlerweile gibt es beispielsweise Videos, in denen YouTuber/-innen vorgeben, von Huggy Wuggy bedroht oder entführt zu werden. Doch auch ohne Medien können Kinder mit der Figur in Kontakt kommen, so gibt es bereits Plüschpuppen zu kaufen.

Gruselphänomene im Netz

Gruselphänomene wie Huggy Wuggy können Kinder verunsichern und ängstigen. Gerade Jüngeren fällt es oft schwer zu durchschauen, dass die Geschichten um diese Figur fiktiv sind. Zudem kann die Verbindung von Spielzeugpuppen und Horrorelementen für Kinder besonders angsteinflößend sein.

Tipps für Eltern

  • Begegnen Sie Ihrem Kind auf Augenhöhe und bieten Sie ihm ein offenes Ohr.
  • Informieren Sie sich über aktuelle Medien-Phänomene, um die Erlebnisse Ihres Kindes einordnen zu können.
  • Fragwürdigen Trends nicht folgen: Die Huggy-Wuggy-Plüschfiguren mit den gruseligen Mündern gehören nicht ins Kinderzimmer.
  • Treten Sie mit anderen Eltern in Kontakt, sollte zum Beispiel Huggy Wuggy Thema in der Schule oder im Kindergarten sein. Suchen Sie nach gemeinsamen Möglichkeiten, damit umzugehen.

Mehr Hintergrundinfos rund um das Phänomen Huggy Wuggy gibt FLIMMO hier: www.flimmo.de/redtext/101365/Gruselphaenomene-im-Netz 

Über FLIMMO

FLIMMO ist ein Projekt des Vereins Programmberatung für Eltern e.V. Mitglieder sind zehn Landesmedienanstalten, die Stiftung Medienpädagogik Bayern der BLM und das Internationale Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI). Mit der Durchführung ist das JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis beauftragt. Weitere Infos auf: www.flimmo.de 

Quelle: FLIMMO / Programmberatung für Eltern e.V. vom 18.01.2022

Redaktion: Kerstin Boller

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