Sozialpolitik

Empowerment und Beratung für Betroffene antisemitischer Gewalt

Antisemitische Gewalt nimmt in Deutschland zu. Die neue Beratungs- und Interventionsstelle OFEK bietet deshalb ein niedrigschwelliges Angebot für Ratsuchende. Die Einrichtung der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V. (ZWST) unterbreitet außerdem Fachangebote für Bildungsinstitutionen, um den Umgang mit Antisemitismus zu professionalisieren.

17.08.2017

Das Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e. V. (ZWST) eröffnete am 3. Juli 2017 die Beratungs- und Interventionsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung „OFEK“ in Berlin.

Antisemitisch motivierte Gewalt, die sich verbal oder körperlich manifestiert, hat in den vergangenen Jahren in Deutschland stark zugenommen. Die Ergebnisse des zweiten Unabhängigen Expertenkreises unterstreichen den Bedarf an qualifizierten Empowerment- und Beratungsangeboten für Betroffene.

Niedrigschwelliges Angebot 

Das seit der Gründung im Jahr 2015 im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ vom Bundesfamilienministerium geförderte Kompetenzzentrum der ZWST, dessen Kerntätigkeit im Empowerment und politischer Bildung gegen Antisemitismus und Diskriminierung liegt, ist in seiner Arbeit zu ähnlichen Ergebnissen gekommen. Mit der neuen Beratungsstelle wurde speziell für Ratsuchende nach Erfahrungen antisemitischer Gewalt ein Angebot geschaffen, das sich durch einen niedrigschwelligen Ansatz auszeichnet.

Fachangebote für Bildungsinstitutionen

Darüber hinaus unterbreitet OFEK Fachangebote für Bildungsinstitutionen, um den Umgang mit Antisemitismus zu professionalisieren. Neben der Einzelfallberatung sind auch innovative Formate wie dialogische Gruppenberatungen Teil des Angebots.

Das Kompetenzzentrum kooperiert diesbezüglich mit dem Bundesverband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (VBRG) sowie der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) beim Verein für Demokratische Kultur in Berlin e.V. (VDK).

Quelle: Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V. 

 

 

Redaktion: Frank Beckmann

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