Gesundheit

UN-Klimagipfel in Kopenhagen darf Gesundheit von Kindern nicht ausklammern!

Die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision warnt die Konferenzteilnehmer des UN-Klimagipfels in Kopenhagen davor, die Auswirkungen des Klimawandels zu unterschätzen. "Schon heute sterben Millionen Kinder an vermeidbaren Krankheiten und Umständen, die durch den Klimawandel nur noch verschärft werden."

03.12.2009

"Unterernährung, Durchfall und Malaria bei Kindern haben zugenommen, weil Gegenden, in denen es sonst regelmäßig regnete, zu wenig Regen bekommen. Andere Gegenden haben unter Überschwemmungen zu leiden. Malaria ist in vielen Gebieten auf dem Vormarsch. Auch die Zunahme von Wirbelstürmen hat zu zahlreichen Opfern geführt", erläutert Kurt Bangert, Experte für Entwicklungszusammenarbeit von World Vision Deutschland.

In dem Report "Climate Change Threats to Health" macht die Organisation darauf aufmerksam, dass in Gesundheitsprogrammen für Frauen und Kinder unter fünf Jahren die Auswirkungen des Klimawandels derzeit nicht berücksichtigt werden und daher dringend entsprechende Maßnahmen ergriffen werden müssen. "Wir sollten uns mit allen relevanten Gruppen an einen Tisch setzen und alle wichtigen Parameter in künftige Gesundheitsprogramme einbauen", betont Bangert.

Die internationale Gemeinschaft investiert derzeit jedes Jahr etwa 16 Millionen US-Dollar in Gesundheitsprogramme für die armen Länder. "Wenn in Kopenhagen das Thema Gesundheit ignoriert wird, könnte das schwerwiegende Folgen für Gesundheitsprogramme und die Kinder in den ärmsten Ländern der Welt haben und bisherige Erfolge zunichte machen", sagt Bangert. "Die Länder, die am wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben, werden die ersten sein, die unter den Folgen zu leiden haben."

Etwa eine Milliarde Menschen leben schon heute unter katastrophalen und menschenunwürdigen Bedingungen. Sie leiden in mehrfacher Weise unter den derzeitigen Krisen, wie Wirtschafts- und Finanzkrise, hohe Lebensmittelpreise, Wassermangel und wetterbedingte Katastrophen infolge des Klimawandels.

Bangert betont: "In den Industrieländern sind die Regierungen schon jetzt dabei, Kosten und Maßnahmen in Bezug auf die Auswirkungen des Klimawandels in ihre Gesundheitsprogramme einzuplanen. In den weniger entwickelten Ländern haben sie weder die Infrastruktur dazu noch gibt es die finanziellen Mittel oder die personellen Kapazitäten, um den negativen Auswirkungen des Klimawandels entgegenzuwirken."

Quelle: PM World Vision Deutschland e. V. vom 02.12.2009

Redaktion: Anneli Starzinger

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