Inklusion

Medienbildung für alle – Inklusive Medienbildung

Ein Junge mit Behinderung sitzt in einem Klassenraum und schaut auf einen Laptop

Wie kann inklusive Medienbildung in Theorie und Praxis weiterentwickelt und weitergebracht werden? Hierzu veranstaltet die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur e.V. (GMK) im November 2018 das 35. Forum Kommunikationskultur „Medienbildung für alle. Digitalisierung. Teilhabe. Vielfalt.“ Vor diesem Hintergrund hat die GMK-Fachgruppe Inklusive Medienbildung ein Positionspapier mit dem Titel „Medienbildung für alle: Medienbildung inklusiv gestalten!“ veröffentlicht.

05.10.2018

Das Positionspapier umfasst eine Einführung ins Thema, eine kurze Einordnung der Relevanz von Medienbildung im Rahmen von Inklusion, Verweise auf relevante Projekte und Materialien, Literaturhinweise und sieben Forderungen der GMK-Fachgruppe Inklusive Medienbildung, die im Folgenden – stark gekürzt zusammengefasst – aufgelistet sind.

Forderungen der GMK-Fachgruppe Inklusive Medienbildung

  1. Selbstbestimmte und souveräne Mediennutzung für alle sichern: Abbau von Barrieren
    Eine umfassende Zugänglichkeit zu und Nutzbarkeit von Medienangeboten muss für alle gesichert sein.
  2. Inklusion und mediale Teilhabe in allen Bildungskontexten konsequent mitdenken
    Inklusion und Medienbildung eröffnen wechselseitige Partizipationsgewinne und sollten in Bildungsangeboten zusammen gedacht werden.
  3. Aus-, Fort- und Weiterbildung von Fachkräften in Bezug auf inklusive Medienbildung fördern
    Inklusive Medienbildung lässt sich entlang der Bildungskette nur verankern, wenn ausreichend ausgebildete Fachkräfte zur Verfügung stehen.
  4. Multiprofessionelle Kooperation stärken
    Für das interdisziplinäre Arbeits- und Forschungsfeld der inklusiven Medienbildung ist der Ausbau multidisziplinärer Kooperationen und Netzwerke wichtig.
  5. Ein inklusives Schulsystem unter der Perspektive von Medienbildung unterstützen
    Medienbildung kann einen substanziellen Beitrag zur Gestaltung des inklusiven Lernens leisten.
  6. Gestaltung öffentlicher Kommunikation
    Allen Menschen muss die Möglichkeit zur aktiven Einmischung in das gesamte Spektrum der öffentlichen Kommunikation eröffnet werden, um ihre Bedarfe zu artikulieren und öffentlich zu kommunizieren.
  7. Transdisziplinäre Forschung und Evaluation fördern
    Um die Potenziale von Inklusiver Medienbildung in Kontexten verwandter Disziplinen und Professionen auszuloten, bedarf es transdisziplinärer Forschungsansätze.

Bei der GMK steht das vollständige Positionspapier „Medienbildung für alle: Medienbildung inklusiv gestalten!“ (PDF, 742 KB) mitsamt der ausführlichen Forderungen zur Verfügung.

Zum Hintergrund

Die Fachgruppe Inklusive Medienbildung der GMK versteht sich als interdisziplinärer Zusammenschluss mit dem zentralen Anliegen, das Feld der inklusiven Medienbildung in Praxis und Theorie weiterzuentwickeln. Ziel der Bestrebungen ist, Chancengleichheit sowie Möglichkeiten zur Umsetzung von Inklusion bei gleichzeitiger Berücksichtigung individueller Bedürfnisse entlang der gesamten Bildungskette zu schaffen.

Quelle: GMK – Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur e.V.

Redaktion: Kerstin Boller

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