Kinder- und Jugendschutz

Familienministerin Haderthauer spricht sich gegen Fernseher im Kinderzimmer aus

Drei Kinder gucken den Betrachter an

"Unabhängig vom Alter gilt: Je weniger Fernsehen, desto besser! Eltern, die darauf achten, dass ihre Kinder möglichst wenig Zeit vor dem Fernseher verbringen und die Sendungen gemeinsam mit ihnen auswählen, schützen die Phantasie und Kreativität ihrer Kinder", so heute Bayerns Familienministerin Christine Haderthauer in München anlässlich des morgigen Kinder-Fernsehtags.

07.12.2012

"Auch Kinder unter drei Jahren zählen immer mehr zur Zielgruppe der Fernsehwirtschaft, obwohl sie null davon profitieren! Ganz im Gegenteil: Wer den Fernseher als Babysitter einsetzt oder sich gar weiß machen lässt, Kleinkinder würden durch einzelne Sendungen gefördert, braucht sich nicht zu wundern, wenn die Kleinen sich problematisch entwickeln! Denn je kleiner Kinder sind, desto wichtiger ist eine enge Bindung zu echten Menschen in Form von vertrauten Bezugspersonen, die einfühlsam und individuell auf das Kind eingehen. Der Fernseher kann hierfür niemals Ersatz sein", so Christine Haderthauer weiter.

Da Eltern bei der Medienerziehung oft vor ganz neuen Herausforderungen stehen, gibt es in Bayern eine Fülle an Eltern- und Familienbildungsangeboten. Eines davon ist ELTERNTALK, ein Projekt der Aktion Jugendschutz Landesarbeitsstelle Bayern. In privater Atmosphäre treffen sich Eltern in Gesprächsrunden zum Erfahrungsaustausch in Erziehungsfragen, insbesondere zur Medien- und Konsumerziehung. Die Gesprächsrunden werden von Müttern und Vätern moderiert, die für diese Aufgabe speziell geschult wurden.

"ELTERNTALK kommt bei den Teilnehmern gut an - 94 Prozent würden die Gesprächsrunden weiterempfehlen. Deshalb nehmen wir jetzt mehr Geld in die Hand, um die Aktion Jugendschutz und die Kommunen beim Aufbau neuer ELTERNTALK-Standorte zu unterstützen. Im Haushaltsentwurf der Staatsregierung sind für ELTERNTALK statt bislang jährlich 125.000 Euro für das Jahr 2013 ganze 425.000 Euro vorgesehen. Damit wollen wir die Anzahl der Standorte noch 2013 von den derzeitigen 21 auf 40 fast verdoppeln. Wenn der Landtag dem Doppelhaushalt zustimmt, können wir die Förderung im Jahr 2014 dann sogar auf 725.000 Euro aufstocken. Ziel ist der landesweite Ausbau von ELTERNTALK", so Haderthauer abschließend.

Weitere Informationen zu ELTERNTALK stehen unter <link http: www.elterntalk.net>www.elterntalk.net bereit.

2012 investiert die Bayerische Staatsregierung 2,4 Milliarden Euro in die Familienpolitik als tragende Säule der Zukunftsstrategie "Aufbruch Bayern". Nähere Informationen hierzu sind abrufbar unter: <link http: www.aufbruch.bayern.de>www.aufbruch.bayern.de

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen vom 07.12.2012

Redaktion: Kerstin Boller

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