Kostenloses Webinar

Beim forschenden Lernen die Selbstregulation von Kindern stärken

Ein Kind braucht die Lupe, die gerade jemand anders benutzt. Aushalten, bis man an der Reihe ist: Für manche Kinder ist das eine große Herausforderung. Situationen wie diese sind beim Entdecken und Forschen normal und bieten zugleich auch wertvolle Gelegenheiten, um Selbstregulation zu trainieren.

31.07.2026

Wie pädagogische Fachkräfte Kinder dabei gezielt begleiten können, zeigt ein neues kostenloses Webinar, das die Charité – Universitätsmedizin Berlin und die Stiftung Kinder forschen gemeinsam entwickelt haben. Anhand zahlreicher Praxisbeispiele erfahren die Teilnehmenden, wie sie Impulskontrolle, Arbeitsgedächtnis und flexibles Denken fördern – und warum dabei auch die Selbstregulationskompetenzen der Erwachsenen eine Rolle spielen.

Selbstregulation hilft Kindern, ihre Gedanken, ihre Emotionen und ihr Verhalten bewusster zu steuern, Herausforderungen zu bewältigen und langfristig persönliche Ziele zu verfolgen. So bildet sie eine wichtige Grundlage für Resilienz, gesundheitsförderliches Verhalten, Bildungserfolge und gelingende soziale Beziehungen. Wo bietet der Kita-Alltag Anknüpfungspunkte, um sogenannte exekutive Funktionen gezielt zu fördern? Welche Gelegenheiten ergeben sich dafür beim gemeinsamen Entdecken und Forschen? Und wie zahlt das alles auf die Selbstregulation ein? Das sind die zentralen Fragen des Webinars „Forschen, Fühlen, Dranbleiben – Selbstregulation in der Kita“.

In den 90 Minuten des Webinars erfahren die Teilnehmenden, was unter Selbstregulation zu verstehen ist, und lernen am Beispiel des entdeckenden und forschenden Lernens, wie sich Selbstregulation im Alltag fördern lässt. So können Kinder beispielsweise ihre Impulskontrolle üben, indem sie zunächst Vermutungen formulieren, ihr Vorgehen planen und abwarten, bis sie an der Reihe sind. Auch das Arbeitsgedächtnis wird beim gemeinsamen Forschen trainiert, etwa wenn sich die Kinder ihre wichtigsten Erkenntnisse noch einmal in Erinnerung rufen. Gleichzeitig geht es in dem Webinar auch um die Frage, wo die Selbstregulations-kompetenzen der Erzieherinnen und Erzieher gefragt sind – etwa, wenn es darum geht, den Frust eines Kindes auszuhalten, wenn beim Forschen etwas anderes herauskommt als erhofft. 

Das Webinar wird in diesem Herbst zwei Mal angeboten. Die Termine sind Montag, 28. September 2026, 16 - 17.30 Uhr, und Donnerstag, 19. November 2026, 16.30 - 18 Uhr. Erste Termine für 2027 stehen bereits fest. Alle Termine und die Anmeldung erfolgen über den Campus, die digitale Lernplattform der Stiftung Kinder forschen.

Weitere Informationen zum Webinar 

Online-Kurs schafft Grundlagen 

Ergänzend zum Webinar gibt es auf dem Campus einen Online-Kurs zum Selbstlernen, der sich mit grundlegenden Fragen zum Thema Selbstregulation beschäftigt: Was ist Selbstregulation, welche Bedeutung hat sie und wie entwickeln sich Selbstregulationskompetenzen bei Kindern? Wie schaffen Pädagoginnen und Pädagogen eine unterstützende Lernumgebung und welche Rolle spielt das Spielen bei all dem? Der Online-Kurs mit dem Titel „Der Turm fällt um – und jetzt? Selbstregulation fördern“ steht ab Anfang September ebenfalls kostenlos zur Verfügung. 

Weitere Informationen zum Online-Kurs

Gemeinsames Programm von Charité und Stiftung 

Entwickelt werden die Angebote im Rahmen des StaRK-Programms (Selbstregulation stärken – Gesundheit von klein auf fördern), das die Stiftung Kinder forschen gemeinsam mit der Charité – Universitätsmedizin Berlin ins Leben gerufen hat. Hierbei wird der pädagogische Ansatz der Stiftung Kinder forschen mit der Präventionsexpertise der Charité, insbesondere im Forschungsschwerpunkt „Gesundes Aufwachsen“, kombiniert. Gefördert wird das Programm von der hkk Krankenkasse, der RWE Foundation und der Siemens Stiftung. Ziel des Programms ist es, pädagogische Fachkräfte in Kitas in ganz Deutschland dabei zu unterstützen, die Selbstregulationskompetenzen von Kindern gezielt und alltagsnah zu fördern. So werden Kinder frühzeitig in ihrer Entwicklung gestärkt – als Grundlage für psychische und körperliche Gesundheit, gelingende soziale Beziehungen und Bildungserfolg.

Die Partner 

Über die Stiftung Kinder forschen

Die gemeinnützige Stiftung Kinder forschen engagiert sich für gute frühe Bildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) – mit dem Ziel, Mädchen und Jungen stark für die Zukunft zu machen und zu nachhaltigem Handeln zu befähigen. Gemeinsam mit ihren Netzwerkpartnern vor Ort bietet die Stiftung bundesweit ein Bildungsprogramm an, das pädagogische Fach- und Lehrkräfte dabei unterstützt, Kinder im Kita- und Grundschulalter qualifiziert beim Entdecken, Forschen und Lernen zu begleiten. Die Stiftung Kinder forschen verbessert Bildungschancen, fördert Interesse am MINT-Bereich und professionalisiert dafür pädagogisches Personal. Partner der Stiftung sind die Siemens Stiftung, die Dietmar Hopp Stiftung und die Dieter Schwarz Stiftung. Gefördert wird sie vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. 

Weitere Informatione über die Bildungsinitiative Stiftung Kinder forschen

Über die Charité – Universitätsmedizin Berlin 

Die Charité – Universitätsmedizin Berlin gehört mit mehr als 100 Kliniken und Instituten an 4 Campi sowie 3.293 Betten zu den größten Universitätskliniken Europas. Forschung, Lehre und Krankenversorgung sind miteinander vernetzt und ergänzen sich. Mit Charité-weit durchschnittlich 21.493 und konzernweit durchschnittlich 25.256 Beschäftigten gehört die Berliner Universitätsmedizin auch 2025 zu den größten Arbeitgebern der Hauptstadt. Dabei waren 7.098 der Beschäftigten in der Pflege sowie 5.882 im wissenschaftlichen und ärztlichen Bereich tätig. An der Charité konnten im vergangenen Jahr 147.997 voll- und teilstationäre Fälle sowie 853.377 ambulante Fälle versorgt werden. Im Jahr 2025 hat die Charité Gesamteinnahmen von rund 3,1 Milliarden Euro, inklusive Drittmitteleinnahmen und Investitionszuschüssen, erzielt. Mit den 292,5 Millionen Euro an eingeworbenen Drittmitteln ist die Charité weiterhin auf einem hohen Niveau. An einer der größten Medizinischen Fakultät Deutschlands werden 10.199 Studierende in Human- und Zahnmedizin, Gesundheitswissenschaften und Pflege sowie weiteren Studiengängen ausgebildet. Darüber hinaus werden 959 Ausbildungsplätze in 21 Berufen angeboten. 

Mehr über die Charité - Universitätsmedizin Berlin