Digitalisierung in der Kinder- und Jugendhilfe

Literaturbericht zum Forschungsstand Digitalisierung

Digitale Medien und Technologien prägen längst auch den Alltag von Fachkräften, jungen Menschen und Familien in der Kinder- und Jugendhilfe. Ein neuer Literaturbericht der Universität zu Köln bündelt den aktuellen sozialwissenschaftlichen Forschungsstand zu Digitalisierung und Digitalität in den verschiedenen Handlungsfeldern.

10.03.2026

Der Bericht zeigt, dass digitale Entwicklungen die Kinder- und Jugendhilfe auf unterschiedlichen Ebenen verändern. Sie betreffen nicht nur technische Arbeitsprozesse, sondern auch pädagogische Beziehungen, professionelle Rollen sowie Organisationsstrukturen und Formen der Zusammenarbeit. Digitale Angebote können neue Zugänge zu jungen Menschen eröffnen, Beteiligung erleichtern und Unterstützung flexibler gestalten. Gleichzeitig entstehen neue Anforderungen an Fachkräfte, etwa im Umgang mit Künstlicher Intelligenz, digitaler Ungleichheit oder neuen Gefährdungslagen im Internet.

Die Auswertung der Forschungsliteratur macht zudem deutlich, dass die digitale Transformation im Feld sehr unterschiedlich voranschreitet. Während einzelne Bereiche bereits seit Jahren auf umfangreiche internationale Forschung zurückgreifen können, stehen andere noch am Anfang entsprechender Entwicklungen. Häufig fehlen klare Strategien, ausreichende Ressourcen oder verbindliche Rahmenbedingungen. Zugleich wächst der Bedarf an Qualifizierung und fachlicher Orientierung.

Der Literaturbericht stellt ein zentrales Arbeitspaket der ersten Phase des Projekts „Digitale Kompetenzen in der Kinder- und Jugendhilfe“ dar. Die Publikation steht als Open-Access-Veröffentlichung zur Verfügung und richtet sich an Fachkräfte, Träger, Politik und Wissenschaft.

Literaturbericht als Download (PDF: 1,1 MB)

Über das Projekt

„Digitale Kompetenzen in der Kinder- und Jugendhilfe“ ist ein gemeinsames Vorhaben der Universität zu Köln und der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe - AGJ. Es wird im Zeitraum 2025-2029 vom Bundesministerium für Bildung, Familien, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmenprogramm „Empirische Bildungsforschung“ gefördert.

Mehr Informationen unter: www.dikoju.de