#UnmuteRefugees

Junge Stimmen gegen Vorurteile

Die Kampagne #UnmuteRefugees startet in die zweite Runde. In eindringlichen Videoporträts berichten junge Geflüchtete von ihrer Flucht, traumatischen Erfahrungen und den Herausforderungen beim Ankommen in Deutschland. Ziel der Initiative ist es, der oft abstrakten Migrationsdebatte persönliche Stimmen und ein menschliches Gesicht zu geben.

11.03.2026

„Die Wellen waren stark. Wir wussten nicht, ob wir untergehen oder ankommen“, beschreibt die junge Syrerin Joudi ihre 25-stündige Flucht über das Mittelmeer. Ihre Geschichte ist eine von fünf neuen, eindringlichen Zeugnissen, mit denen die Kampagne #UnmuteRefugees ab dem 5. März 2026 in die zweite Runde geht.

Nach dem erfolgreichen Start im Vorjahr weitet die Initiative ihre Kampagne aus. Neben den Partnern Kindernothilfe, XENION und der BAfF (Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer) verstärkt nun auch der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e.V. (BuMF) das Bündnis. Gemeinsam geben sie jungen Geflüchteten eine Bühne, um der oft abstrakten Migrationsdebatte ein menschliches Gesicht zu geben.

Im Zentrum der Kampagne stehen junge Menschen wie Joudi und Sara. Während Joudi Todesängste auf dem Meer durchlitt, verbrachte Sara drei Monate unter prekärsten Bedingungen in durchnässter Kleidung an der polnisch-belarussischen Grenze. In den neuen Kampagnenvideos berichten sie nicht nur von der Flucht, sondern auch von der harten Realität in Deutschland: dem kräftezehrenden Warten auf Behördenentscheidungen, den Hürden beim Spracherwerb und dem Versuch, nach schweren Traumata wieder Stabilität zu finden.

„Ihre Geschichten stehen stellvertretend für viele junge Menschen, deren Erfahrungen in der öffentlichen Debatte kaum Gehör finden. Wir fordern, jungen Geflüchteten endlich zuzuhören. Zum einen, um eine humanere Migrationspolitik zu gestalten, und zum anderen, um Vorurteile gegenüber geflüchteten Menschen abzubauen. Wir brauchen Dialog und Zusammenhalt, keinen Populismus und Spaltung“, 

betont Carsten Montag, Programmvorstand der Kindernothilfe.

Am 5. März startet die Kampagne im Netz und in Kinos bundesweit. Auf www.unmute-refugees.de sind alle Porträts und Hintergrundinformationen gebündelt abrufbar.

Quelle: Die Kindernothilfe vom 03.03.2026

Redaktion: Celine Richter