Bundeshaushalt 2026
Freie Wohlfahrtsverbände und Gewerkschaft positionieren sich zum Haushaltsentwurf
Am 30. Juli veröffentlichte das Bundesfinanzministerium den Haushaltsplan für 2026. Freie Wohlfahrtsverbände und Gewerkschaften kommentieren den Entwurf. Im folgenden Beitrag werden zentrale Punkte aus den Stellungnahmen vorgestellt sowie die einzelnen Meldungen der Akteur*innen für einen umfassenden Eindruck verlinkt.
07.08.2025
Diakonie Deutschland
Die Diakonie Deutschland kritisiert, der Haushaltsentwurf 2026 habe keine klare Linie im sozialen Bereich. Die soziale Infrastruktur werde aus dem Sondervermögen ausgenommen. Außerdem werden die geplanten Kürzungen im Bundesflüchtlingsprogramm scharf kritisiert. Begrüßt werden hingegen die Stärkung und Förderung von Demokratie und Vielfalt. Die Diakonie fordert Investitionen in die soziale Infrastruktur.
Meldung der Diakonie Deutschland zum Haushaltsentwurf 2026
Deutscher Caritasverband
Die Caritas kritisiert die Kürzungen bei den Sozialversicherungen – mitten im demographischen Wandel. Erfreulich seien hingegen die erhöhten Mittel für Freiwilligendienste sowie der ausdrückliche Blick auf kommunale Finanzen, die mit einer Unterstützung der Jugensozialarbeit und der Frühen Hilfen einhergehen sollten.
Meldung von Deutscher Caritasverband zum Haushaltsentwurf 2026
Paritätischer Wohlfahrtsverband
Der Paritätische Gesamtverband bezeichnet den Entwurf als verpasste Chance. Er fordert Umverteilung und eine Stärkung der Sozialversicherungen und kritisiert die Kürzungen der Integrationsförderung. Begrüßt wird insbesondere die steigende Förderung von Freiwilligendiensten.
Meldung von Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e.V.
Arbeiterwohlfahrt (AWO)
Die AWO sieht viele Ankündigungen nicht umgesetzt. So wird die Erhöhung der Mittel des Kinder- und Jugendplans nicht, wie angekündigt, umgesetzt. Insgesamt wird auch von der AWO die Ausnahme des „sozialen Zusammenhalts“ aus dem Sondervermögen kritisiert. Zudem fordert sie eine Nachbesserung zugunsten des gesellschaftlichen Miteinanders.
Meldung von AWO Bundesverband e.V.
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) begrüßt die geplanten Investitionen grundsätzlich. Diese sollten nun u.a. in die Daseinsvorsorge fließen. Statt Steuergeschenken brauche es Mehreinnahmen für die öffentliche Hand und ein Ende der Kürzungen beim Sozialstaat. Auch der DGB plädiert für Umverteilung.
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