EU-Jugendstrategie

Fachtagung „Grenzen überschreiten – Internationale Mobilitätserfahrungen am Übergang Schule ‐ Beruf“

Mehrere Erwachsene stehen in einem Raum und sind auf dem Bild grafisch miteinander vernetzt.

Internationale Erfahrungen können benachteiligte junge Menschen beim Übergang zwischen Schule und Beruf, auf ihrem Weg des Erwachsenwerdens und bei der beruflichen und sozialen Integration wirkungsvoll unterstützen. Wie das gelingen kann, untersucht eine Fachtagung des Netzwerks „Kommune goes international“ am 4. Dezember in Nürnberg.

19.11.2018

Zahlreiche Studien belegen, dass z.B. die Teilnahme an grenzüberschreitenden Praktika oder an internationalen Jugendaustauschprogrammen eine nachhaltige positive Wirkung auf die Persönlichkeitsentwicklung und soziale Integration junger Menschen haben. Differenzierte konzeptionelle Überlegungen zur Ausgestaltung dieser Angebote im Übergangsfeld mit Bezug auf sozial benachteiligte junge Menschen und zu den Rahmenbedingungen für deren Umsetzung liegen vor und könnten in der Praxis vielfältige Anwendung entfalten. Allerdings setzt dieses die Zusammenarbeit von Akteuren der Jugendhilfe und der Arbeitsmarkpolitik voraus, die es in der Praxis bisher nur in Ansätzen gibt.

Internationale Lernerfahrungen für benachteiligte Jugendliche

Aus jugendpolitischer Sicht wird der Zugang zu internationalen Lernerfahrungen gerade auch für bildungsbenachteiligte junge Menschen durch unterschiedliche Initiativen gefördert. Die obersten Landesjugendbehörden und das Bundesjugendministerium arbeiteten in der Umsetzung der EU-Jugendstrategie (2010‐2018) daran, mit fachlichen Hinweisen und jugendpolitischen Empfehlungen zu gelingenden Übergängen und europäischer (Lern‐)Mobilität gerade der jungen Menschen beizutragen, die von Benachteiligung betroffen bzw. auf Unterstützung angewiesen sind.

Die Initiative „Kommune goes international“ (KGI) zielt darauf ab, internationale Jugendarbeit in der Kommune zu stärken. Mit der aus KGI entstandenen bundesweiten Arbeitsgruppe „International mobil zum Beruf“ soll für mehr internationale Mobilität für junge Menschen in berufsvorbereitenden Bildungsangeboten, der außerbetrieblichen Ausbildung und Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik geworben werden.

Perspektiven einer sektorübergreifenden Zusammenarbeit

Mit der Fachtagung sollen Erfahrungen und Erkenntnisse aus diesen Initiativen vorgestellt werden, insbesondere aus kommunalen Ansätzen zur Förderung der grenzüberschreitenden Mobilität für benachteiligte junge Menschen am Übergang. Anhand bestehender Praxis geht es darum, fachliche Anforderungen und Rahmenbedingungen zu verdeutlichen und Perspektiven für die akteurs‐, ressort und rechtskreisübergreifende Zusammenarbeit vor Ort zu erörtern.

Eingeladen sind Akteure, Multiplikatoren und Fachkräfte, die junge Menschen beim Erwachsenwerden und im Übergang von der Schule in den Beruf begleiten und die politischen und administrativen Rahmenbedingungen im Kontext der Jugendhilfe, der sozialen Integration und der Arbeitsmarktförderung dafür zur Verfügung stellen.

Weitere Informationen zur Veranstaltung

Die Fachtagung "Grenzen überschreiten ‐ Internationale Mobilitätserfahrungen am Übergang Schule ‐ Beruf" findet am

4. Dezember 2018 im
südpunkt ‐ Zentrum für Bildung und Kultur
Pillenreuther Str. 147, 90459 Nürnberg

statt. Die Tagungskosten inklusive Verpflegung übernimmt der Veranstalter. Die Fahrtkosten sind von den Teilnehmenden selbst zu tragen.

Weitere Informationen zur Veranstaltung mit ausführlichem Programm stehen bei IJAB zur Verfügung.

Weiterführende Informationen zur EU-Jugendstrategie und ihrer Umsetzung in Deutschland finden sich unter  www.jugendhilfeportal.de/eu-jugendstrategie.

Quelle: IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V.

Redaktion: Frank Beckmann

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