Katalonien
Wie schützt Barcelona Kinder und Jugendliche während der Coronapandemie?
In einem Fachbeitrag von Sonia Fuertes informiert der Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. Interessierte, wie Barcelona mit der Pandemielage umgeht und welche Strategien und Maßnahmen die katalanische Hauptstadt während des ersten Lockdowns ergriffen hat, um junge Bewohner/-innen zu schützen.
18.02.2021
Gerne reden politische Verantwortungsträger/-innen und Medien über Kinder und Jugendliche, doch nur selten kommen diese selbst zu Wort. Dabei haben sie einiges zu berichten, wie Ada Colau, die Bürgermeisterin von Barcelona, weiß. Das Projekt „Estimat diari“ („Liebes Tagebuch“) richtete sich an junge Bewohner/-innen der Metropolregion und sammelte Bilder, selbstgedrehte Videos und sonstige kreative Beiträge, die den Alltag während des ersten Lockdowns aus Kindersicht darstellten. Darüber hinaus konnten sich Kinder und Jugendliche mit Fragen an die Bürgermeisterin wenden, die diese regelmäßig auf YouTube beantwortete. Das Potential dieser Maßnahme zeigt sich nicht nur im kreativen Umgang mit der Krise, sondern auch in seinem Dokumentationswert. Die großen und kleinen, analogen und digitalen Kunstwerke der Kinder und Jugendlichen werden im Stadtarchiv aufbewahrt und sollen demnächst in einer Wanderausstellung den Bewohner/-innen der Stadt gezeigt werden. Außerdem bieten die Aufzeichnungen Pädagog/-innen, Forscher/-innen und Interessierten wertvolles zeitgeschichtliches Material über das Leben junger Menschen in Barcelona zu Pandemiezeiten.
Dies ist nur eine von vielen Maßnahmen, die Barcelona während des ersten Lockdowns ergriffen hat, um Kinder und Jugendliche zu schützen und zu fördern. Wie in vielen Kommunen wirkte die Coronapandemie wie ein Brennglas. Sie legte bestehende Probleme im Kinder- und Jugendschutz offen, gleichzeitig zeigte sich, welche Strategien geeignet sind, um junge Menschen in Krisenzeiten zu schützen und zu fördern. In einem Fachbeitrag informiert der Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. auf seiner Webseite, wie Barcelona mit der Coronapandemie umgegangen ist.
Wissenspool zum Thema Kinderrechte in Kommunen
Die Fachbeiträge des Vereins Kinderfreundliche Kommunen stehen online zur Verfügung und bieten Interessierten einen Wissenspool rund um das Thema Kinderrechte in Kommunen. Dabei geht es sowohl um Best-Practice-Beispiele als auch um theoretische Überlegungen. Die Autor(inn)en kommen aus den unterschiedlichsten Disziplinen und schreiben unter anderem über Beteiligungsformate, Mobilitätskonzepte, Kinderrechte in der Verwaltung und vieles mehr – natürlich immer mit Blick auf die Kinderrechte und deren Umsetzung auf kommunaler Ebene.
Über Kinderfreundliche Kommunen
Das Programm „Kinderfreundliche Kommunen“ wurde 2012 in Deutschland ins Leben gerufen und basiert auf den internationalen Erfahrungen aus der Child Friendly Cities Initiative. Diese setzt sich seit 1996 international dafür ein, die Kinderrechte auf kommunaler Ebene zu verwirklichen. In Deutschland haben sich bereits zahlreiche Kommunen der Initiative angeschlossen – darunter Hanau, Köln, Potsdam, Regensburg und Wolfsburg.
Das Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Über Child Friendly Cities
Barcelona gehört dem internationalen Netzwerk „Child Friendly Cities“ an und wurde 2007 von UNICEF als „kinderfreundliche Kommune“ ausgezeichnet. Die Child Friendly Cities Initiative bildet das Dach des Vorhabens „Kinderfreundliche Kommunen“ in Deutschland.
Quelle: Kinderfreundliche Kommunen e.V. vom 18.02.2021
Termine zum Thema
-
16.10.2026
Junge Klimakonferenz (LCOY) 2026
-
17.11.2026
Basisschulung - Kinderschutz & Kindeswohlgefährdung
-
18.11.2026
Kontakte gestalten – Beziehungen sichern. Planung und Begleitung von (Umgangs-)Kontakten in der Pflegekinderhilfe
-
03.12.2026
Stark durch junge Stimmen. Nationaler Kinder- und Jugendgipfel
-
25.01.2027
Schritt für Schritt zum Kinderschutz-Konzept
Materialien zum Thema
-
Anleitung / Arbeitshilfe
Kartenset Sexuelle Bildung
-
Programmstart „Mutausbruch“
-
Anleitung / Arbeitshilfe
Praxisleitfaden „Das erweiterte Erziehungsprivileg – Jugendschutzrelevante Medien in der Kinder- und Jugendarbeit rechtssicher einsetzen“
-
Zeitschrift / Periodikum
AFET-Fachzeitschrift Dialog Erziehungshilfe
-
Studie
Beteiligung als soziale Frage. Eine sozialisationstheoretische Bestandsaufnahme zu Familie, Schule und Partizipation junger Menschen in Deutschland.
Projekte zum Thema
-
Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Nordhein-Westfalen e.V.
Elterntalk in NRW
-
Universität Münster (JuPa-Quali)
JuPa - Soziale Teilhabe von Jugendlichen in stationären Jugendhilfe-Einrichtungen und Pflegefamilien in Zeiten von Pandemien ermöglichen
-
Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein
Bruchlininen - Lebenswege zwischen Freiheit und Unterdrückung
-
NaturKultur e.V.
Nationale Kontaktstelle zur Umsetzung der European Youth Work Agenda in Deutschland
-
Kinderschutz und Kinderrechte in der digitalen Welt
Institutionen zum Thema
-
Sonstige
Öffentlicher Gesundheitsdienst
-
Fort-/Weiterbildungsanbieter
AMYNA e.V. - Schutz von Mädchen* und Jungen* vor sexueller Gewalt
-
Sonstige
Katholische Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NRW e.V.
-
Verband / Interessenvertretung
Bundesverband für Kindertagespflege e.V.
-
Fort-/Weiterbildungsanbieter
Kindernothilfe e.V.