Kinder- und Jugendschutz

Senat warnt vor Scientology-Aktivitäten an Berliner Schulen

„Scientology inkognito“ heißt ein neues Faltblatt der Leitstelle für Sektenfragen des Berliner Senats, das über die zahlreichen Unterorganisationen und Kampagnen der selbsternannten Kirche informieren soll und jetzt an die Schulen verteilt wird.

18.04.2011

Die in der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung ansässige Leitstelle für Sektenfragen reagiert damit auf verstärkte Werbebemühungen der Unterorganisationen von Scientology. Mit vermeintlich karitativen oder sozialen Initiativen versucht die Organisation jugendliche Zielgruppen zu erreichen. Sie nutzt dazu soziale Netzwerke wie Facebook, SchülerVZ, YouTube, setzt Plakate ein und verteilt Broschüren, DVDs und Musikvideos an Infotischen.

Nach Einschätzung der Leitstelle für Sektenfragen bieten diese Unterorganisationen von Scientology mit ihren Kampagnen keine nachhaltige Hilfe. Stattdessen verbreiten sie vor allem scientologisches Gedankengut, und dies, ohne dass für Interessierte der Zusammenhang gleich erkennbar ist. Scientology selbst bezeichnet diese Kampagnen als ihre „wichtigen Verbreitungs-Werkzeuge“.

Das neue Faltblatt benennt alle Unterorganisationen und Kampagnen, schafft Transparenz und ist damit ein wichtiger Bestandteil der Berliner Präventionsarbeit.

Nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden ist die Mitgliederzahl der Scientology-Organisation zwar deutschlandweit rückläufig. Dennoch versucht die Organisation nach eigenem Bekunden weiterhin im Rahmen einer so genannten „Idealen-Org-Kampagne“ ihre deutschen Niederlassungen nachhaltig zu vergrößern und zu stärken.

Das Faltblatt kann auf der Seite <link http: www.berlin.de sen familie sekten-psychogruppen _blank external-link-new-window external link in new>www.berlin.de/sen/familie/sekten-psychogruppen (siehe Hyperlink) eingesehen werden: http://www.berlin.de/imperia/md/content/sen-familie/sekten-psychogruppen/scientology_inkognito.pdf

Herausgeber: Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung des Landes Berlin - Landesjugendamt 

Redaktion: Ilja Koschembar

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