Barrieren weg!

Menschen mit Behinderung bei der Verkehrswende mitdenken

Zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember fordert Caritas-Präsidentin Eva Maria Welskop-Deffaa ein Investitionsprogramm der Bahn, das nicht nur die Gleise optimiert.

05.12.2022

„Klimakrise und Energiekrise zwingen uns, Mobilität neu zu denken - vom Deutschlandticket bis zum Ausbau des ÖPNV und des Fernverkehrs - und das ist gut so! Mit neuen Mobilitätskonzepten entstehen neue Teilhabechancen," sagt die Caritas-Präsidentin.

In der aktuellen Verkehrspolitik komme Barrierefreiheit allerdings deutlich zu kurz. Nur wenn Bahnhöfe grundsätzlich barrierearm zugänglich sind, für die ältere Dame mit Rollator ebenso wie für Eltern mit Kinderwagen; nur wenn sehbehinderte Menschen sich dort zurechtfinden, weil die Anzeigetafel gut zu lesen ist und die Ansagen verständlich gesprochen werden, wird die Bahn für alle attraktiv. An den Bahnhöfen braucht es Aufzüge, die funktionieren.

„Dafür brauchen wir ein Investitionsprogramm der Bahn, das nicht nur die Gleise optimiert. Es muss die großen und die kleinen Bahnhöfe umfassen und die Räume der Bahnhofsmissionen. Denn ihre Begleitangebote und Umstiegshilfen schaffen wesentliche Voraussetzungen für Barrierefreiheit. Klimaschutz sozial gerecht heißt für die Caritas, Barrieren im öffentlichen Verkehrsnetz überall aus dem Weg zu räumen," betont Welskop-Deffaa abschliessend. 

Quelle: Deutscher Caritasverband vom 03.12.2022

Redaktion: Frank Beckmann

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