Wissenschaftsjahr 2022

Lernen in der Zukunft – Werden wir bald von Robotern unterrichtet?

Die Bildung der Zukunft ist nicht nur ein Thema für Lehrkräfte und Schulleitungen, für Politik und Verwaltung, sondern auch für die Lernenden selbst. Darum sammelt das Projekt „enorM – Lernen von (ÜBER)MORGEN“ Fragen von Schüler(inne)n und bringt die Kinder und Jugendlichen dazu in den Austausch mit der Forschung.

17.03.2022

Das Projekt des DIPF (Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation) findet im Rahmen des „Wissenschaftsjahrs 2022 – Nachgefragt!“ statt. Im Rahmen dessen sind verschiedene Diskussionsformate, eine von den Schüler(inne)n produzierte Podcastreihe und ein Computerspiel geplant. Mit dem Launch der Webseite www.lernen-von-morgen.de startet es nun in die heiße Phase.

Wie sieht Lernen in der Zukunft aus?

Ingesamt stehen in dem Projekt Visionen zum Lernen in der Zukunft im Blickpunkt – neben bekannten Herausforderungen wie der Digitalisierung, den sozial ungleich verteilten Bildungschancen und dem Lehrkräftemangel.

„Welche langfristigen Wünsche haben wir an eine Bildung, die nicht nur funktionieren, sondern auch begeistern soll? Wie kann man im 21. Jahrhundert Lernen neu denken, so dass es zum Beispiel auch ganz beiläufig passieren kann? Zu Fragen wie diesen wollen wir Ideen und Konzepte entwickeln“, unterstreicht Dr. Juliane Grünkorn, Mitglied des Projektleitungsteams und Leiterin des Referats Kommunikation am DIPF.

Dafür müsse man die Schüler/-innen, deren Sicht auf das Lernen bei vielen Entscheidungen zu kurz kommt, unbedingt miteinbeziehen, so die Projektleiterin. Aber auch andere Personengruppen wie Eltern und Lehrkräfte sind eingeladen, ihre Fragen an die Bildungsforschung zu richten und ihre Ideen einzubringen – zum Beispiel dazu, welchen Stellenwert künstliche Intelligenz, Roboter oder Virtual Reality in der Bildung der Zukunft haben werden.

Das Projekt „enorM – Lernen von (ÜBER)MORGEN“

Das Projekt ist Teil des aktuellen „Wissenschaftsjahrs 2022 – Nachgefragt!“ und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Wie das Wissenschaftsjahr insgesamt, gliedert sich auch das Projekt in zwei Abschnitte: eine Mobilisierungsphase und eine Interaktionsphase. Während der Mobilisierungsphase, die bis Mitte April dauert, sammelt das Projekt die Fragen – an mehreren Schulen vor Ort, über eine breite Social-Media-Kampagne und insbesondere über die jetzt verfügbare Webseite www.lernen-von-morgen.de. Unter den teilnehmenden Schüler(inne)n verlost das Team ein Tablet sowie fünf Büchergutscheine im Wert von 40 Euro.

Beim online stattfindenden „Schüler/-innen-Camp #lernenvonmorgen“ am 2. April werden die eingereichten Fragen gemeinsam mit interessierten Schüler(inne)n gegliedert und gewichtet. In der sich anschließenden Interaktionsphase treten die Schüler/-innen in den Austausch mit Forschenden, treffen sie online im Rahmen von „Book a Question“-Sessions, diskutieren mit ihnen bei einem Hackathon und produzieren eine eigene enorM-Podcastreihe. In Zusammenarbeit mit einer Agentur wird außerdem ein Computerspiel entwickelt, voraussichtlich ein Escape Room, mit dem für Kinder und Jugendliche noch einmal ein ganz anderer Zugang zum Lernen der Zukunft entsteht. Auch hieran beteiligen sich Schüler/-innen: Bei einem Workshop mit der Agentur entwickeln sie die Spielidee mit.

Auf der Seite www.lernen-von-morgen.de werden die Diskussionen visuell ansprechend dokumentiert, und auch die Podcastfolgen und das Computerspiel werden dort über den Projektzeitraum hinaus verfügbar sein. Begleitet werden die Schüler/-innen vom enorM-Projektteam. Dazu gehören Expert(inn)en vom Deutschen Bildungsserver, dem IDeA-Forschungszentrum und dem Leibniz-Forschungsnetzwerk Bildungspotenziale (LERN), die alle am DIPF koordiniert werden, sowie aus dem Referat Kommunikation des Instituts.

Weitere Informationen

In einem eigenen Trailer wird das Projekt kurz dargestellt.

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Weitere Informationen und Mitmachmöglichkeiten finden sich auf der Projektwebseite. 

Hintergründe zum Wissenschaftsjahr 2022 – Nachgefragt!

#MeineFragefürdieWissenschaft

Das Wissenschaftsjahr 2022 – Nachgefragt! lädt alle Bürgerinnen und Bürger dazu ein, ihre ganz persönliche Frage für die Wissenschaft zu stellen und dadurch Impulse für potenzielle Zukunftsfelder und zukünftige Forschungsvorhaben zu setzen. Denn: Wissenschaft und Forschung durchdringen alle Bereiche unseres Lebens. Ob es nun die wachsende Bedeutung von Algorithmen im Alltag oder die Auswirkungen unserer Lebensführung auf das globale Klima sind: Die Gesellschaft steht am Beginn des 21. Jahrhunderts vor großen Herausforderungen. Um diese gemeinsam zu meistern und unsere Gesellschaft aktiv zu gestalten, sind die Auseinandersetzung mit Forschungserkenntnissen und das Einbringen eigener Perspektiven entscheidend. Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD). Sie unterstützen seit 22 Jahren als zentrales Instrument der Wissenschaftskommunikation den Austausch zwischen Forschung und Gesellschaft.

Weitere Informationen zum Wissenschaftsjahr 2022: www.wissenschaftsjahr.de/2022/

Quelle: Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation vom 28.02.2022

Redaktion: Laura Burger

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