MINT
Hören, Raten, Forschen! – Max-Planck Kinder-Uni in Marburg begeistert 240 Schüler*innen
In diesem Jahr begrüßte die Max-Planck Kinder-Uni in Kooperation mit dem Botanischen Garten der Philipps-Universität Marburg rund 240 Gäste der Otto-Ubbelohde-Schule und Elisabethschule aus Marburg und der Stiftschule Amöneburg. In zwei Runden erhielten jeweils rund 120 Schüler*innen der Jahrgangsstufen 5 und 6 einen spannenden Einblick in die Mikrobiologie.
15.09.2025
Nach ihrer Ankunft im Großen Hörsaal des MPI hörten die Kinder zunächst einen spannenden Vortrag von Prof. Dr. Helge Bode, dem geschäftsführenden Direktor des Instituts. Wie groß sind Mikroben, wo gibt es sie, wie lange gibt es sie schon, und wie kann man sie entdecken? Mit bunten Karten wurde laut und lebhaft abgestimmt. Dann schlüpften die Kinder selbst in die Rolle von Forschenden: mit einem Team des Botanischen Gartens der Universität Marburg der nur einen kurzen Weg entfernt im Grün der Marburger Lahnberge eingebettet ist, ging es in die Außenanlagen. Hier sammelten die Kinder Blattproben, die eingetütet und mit dem Pflanzennamen beschriftet wurden.
„Mich hat beeindruckt, wie sehr die Kinder an der Idee des „Citizen Science“ interessiert sind,“ sagt Dr. Christian Deurer, Leiter des Fotosyntheselabors am Botanischen Garten. „Sie interessiert es, ein Teil des Großen und Ganzen der „Wissenschaft“ zu sein. Es ist wichtig, dass Forschung nicht im sprichwörtlichen `Elfenbeinturm` stattfindet, sondern sich, wie an diesem Tag, auch für jüngere Kinder öffnet.“
Gefragt, was sie am besten fanden, antworteten die Kinder einstimmig: „Alles“! Besonders schön fanden sie den Ausflug zum Probensammeln: „Weil wir uns bewegen konnten. Ich fand es schön, dass wir uns den Botanischen Garten anschauen durften. Dabei haben wir auch einige coole Sachen entdeckt,“ erzählt Ariane aus der 5. Klasse der Otto-Ubbelohde-Schule in Marburg.
Im Institut standen schon zahlreiche Mitarbeitende des MPI bereit, die die jungen Forscher*innen dabei unterstützen, das Blattmaterial auf Agarplatten „abzuklatschen“: aus dem Abdruck auf Nährmedium werden in den kommenden Tagen Bakterienkolonien heranwachsen. Vor allem bunte Bakterien wünschen sich die Forschenden – denn sie produzieren oft besonders spannende Wirkstoffe. Am MPI wird unter anderem erforscht, wie Bakterien als kleine „Meister der Kombinatorik“ aus den gleichen einfach Bausteinen zahlreiche Wirkstoffe bilden, die die Grundlage vieler unserer heutigen Antibiotika und anderer Medikamente sind.
„Uns ist es wichtig, Kindern zu zeigen, wie spannend Naturwissenschaften sind“ erklärt Prof. Bode. „Sie sehen in unserem Vortrag, wie wichtig Mikroben für sie selbst und auch für unsere Forschung sind. Im zweiten Teil bitten wir die Kinder, diese Forschung durch ihre Mitarbeit im Botanischen Garten der Universität Marburg zu unterstützen.“
Madita, Schülerin der 5. Klasse der Stiftsschule Amöneburg, gefielen die Quiz-Fragen zu den Mikroben. „Ich fand auch gut, dass wir die Proben selber sammeln und abdrücken konnten. Ich bin gespannt, was später da herauskommt.“
Wenn die Kolonien erscheinen, werden die Kinder zwar wieder in der Schule sein, doch alle bekommen ein Foto ihres Experimentes und können so sehen, welche Bakterien auf dem von ihnen gesammelten Blatt gewachsen sind. „Kinder in diesem Alter sind unvoreingenommen und sehr interessiert,“ sagt Helge Bode. „Sie sind die Forscher*innen von morgen.“
Die Max-Planck Kinder-Uni steht allen Schulen im Landkreis und darüber hinaus offen. Die Anmeldung erfolgt klassenweise über die Pressestelle des Instituts, das Angebot richtet sich an 5.-6. Klässler aller Schulformen. An diesem Tag können zweimal bis zu 120 Schüler*innen eines jeweiligen Jahrgangs teilnehmen. Der nächste Termin wird ab Januar 2026 auf der Homepage des MPI Marburg bekanntgegeben.
Quelle: Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie vom 01.09.2025
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