Inklusion

Europa startet ins Jahr gegen Armut und Ausgrenzung

Unter dem Motto "Armut darf nicht sein" startet die Europäische Union am Donnerstag, 21.01.2010 in das "Europäische Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung". Für jeden sechsten Europäer ist es ein täglicher Kampf, finanziell über die Runden zu kommen. Das Europäische Jahr soll das öffentliche Bewusstsein für die Risiken von Armut stärken.

20.01.2010

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso sieht die Armutsbekämpfung als Teil der EU-Strategie für die Zeit bis 2020. "Zu oft werden die Schwächsten der Gesellschaft am härtesten von einer Rezession getroffen", sagte er. Barroso und der spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero werden das Europäische Jahr morgen in Madrid eröffnen.

Fast 80 Millionen Menschen in der EU - das sind 17 Prozent - leben unterhalb der Armutsgrenze und sind bei Arbeit, Bildung, Wohnen, sozialen und finanziellen Dienstleistungen ernsthaft benachteiligt. 73 Prozent der Europäer sehen Armut als großes Problem in ihrem Land und 74 Prozent erwarten, dass die EU eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung der Armut spielt. Mit insgesamt 17 Millionen Euro werden Sensibilisierungskampagnen auf europäischer und nationaler Ebene sowie mehrere hundert nationale Projekte gefördert. Die Aktivitäten im Rahmen des Europäischen Jahres werden weitgehend dezentral umgesetzt. In Deutschland wird das Europäische Jahr 2010 vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gestaltet. Die Auftaktveranstaltung findet am 25. Februar 2010 in Berlin statt.

Die Website zum Europäischen Jahr finden Sie unter unten stehendem Link. Auf dieser Webseite können Sie sich über geplante Aktionen und Projekte im EJ 2010 in Deutschland informieren.

http://www.2010againstpoverty.eu/

Quelle: PM Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland vom 20.01.2010

 

Redaktion: Anneli Starzinger

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