Ukraine-Konflikt

Der Bundesjugendring steht an der Seite des Ukrainischen Jugendrings

Eine Jugendliche steht vor einer Steinmauer auf der Stacheldraht ist

Mit großer Sorge blickt der Deutsche Bundesjugendring auf die Mobilisierung russischer Streitkräfte an der Grenze zur Ukraine und die Entsendung russischer Truppen auf ukrainisches Staatsgebiet. Angesichts des Krieges in der Ukraine wendet sich der Vorstand an die Öffentlichkeit und bekundet seine Solidarität mit den jungen Menschen in der Ukraine.

23.02.2022

In einer Pressemitteilung drückt der Bundesjugendring dessen große Sorge im Hinblick auf die Mobilisierung russischer Streitkräfte an der Grenze zur Ukraine und die Entsendung russischer Truppen auf ukrainisches Staatsgebiet, aus. Der Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine sei nach der rechtswidrigen Annexion der Krim ein weiterer Bruch des Völkerrechts durch Russland und eine Missachtung der Charta der Vereinten Nationen. Die Ukraine sei ein souveräner Staat, dessen Territorium nicht verletzt werden dürfe.

Solidarität mit jungen Menschen in der Ukraine und in Russland

Damit positioniert sich der Bundesjugendring deutlich auf Seiten dessen ukrainischen Partners: „Wir stehen an der Seite unserer Kolleg(inn)en und Freund(inn)en des Ukrainischen Jugendrings (NYCU) und seiner Mitgliedsorganisationen. In Kriegen und Konflikten sind junge Menschen besonders gefährdet. Wir bekennen uns solidarisch mit allen zivilgesellschaftlich engagierten Menschen in der Region, die sich für Frieden, Menschenrechte und Demokratie einsetzen. Wir bekräftigen unsere Verbundenheit mit den jungen Menschen in der Ukraine, in Russland und in der Region, die für Freiheit und Demokratie streiten.“

Der Internationale Jugendaustausch sei zentrales Element für Frieden und internationale Verständigung in Europa und über die Grenzen Europas hinaus. Gerade in Europa truge und träge der transnationale Jugendaustausch maßgeblich dazu bei, Ressentiments und Vorurteile abzubauen und Europäer(inne)n zu einer friedlichen Gemeinschaft zusammenwachsen zu lassen. Gelebt werde dies bei weltweit stattfindenden Jugendbegegnungen und -austauschen, internationalen Camps und gemeinsamer Gremienarbeit sowohl auf europäischer als auch internationaler Ebene. Diese Errungenschaft gelte es umso mehr in Krisenzeiten zu bewahren und zu schützen, betont der Bundesjugendring.

Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Krieg

Denn eine friedliche Zukunft könne nur mit der jungen Generation erreicht werden. Bei der Wahrung von Frieden und Sicherheit müssen junge Menschen und selbstbestimmte Jugendstrukturen eingebunden werden. Frieden sei für den Bundesjugendring daher mehr als die Abwesenheit von Krieg, Zwang und Gewalt: Die Vision des Bundesjugendrings ist es, dass Kinder und Jugendliche ohne Furcht vor Krieg leben können. Frieden sei und bleibe das Ziel, auf das die Jugendverbände durch Friedenspädagogik und -politik hinarbeiten.

In seinem Statement fordert der Bundesjugendring die russische Regierung daher auch nachdrücklich auf, die Souveränität der Ukraine zu wahren und jegliche militärische wie hybride Aggressionen einzustellen. Die territoriale Integrität der Ukraine müsse wieder vollständig hergestellt werden und die russische Regierung sei dazu aufgerufen, den Weg der Diplomatie einzuschlagen.

Quelle: Deutscher Bundesjugendring

Redaktion: Laura Burger

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