Kinder- und Jugendarbeit

Af Al Pi Chen – Trotz Alledem

Das Doku-Drama basiert auf den Lebensgeschichten von Zvi Aviram, Gad Beck, Jizchak Schwersenz und Edith Wolff und ihrem gemeinsamen Leben im Untergrund und Widerstand während der NS-Zeit in Berlin. Das Stück besteht aus kurzen, filmischen Szenen, mit schnellen Szenenwechseln – eine kaleidoskopische Schilderung im Stil der Sehgewohnheiten der jüngeren Generation. Eine Hommage an die Menschlichkeit und das Leben, ein Credo für die Überwindung der Angst und ein Fanal gegen Antisemitismus.

Strukturebene: Bund

Als Heinz Abrahamsohn am 27.2.1943 nach Hause kommt, sind seine Eltern nicht da. Ein Nachbar richtet ihm aus, wo er sich melden soll, um mit seinen Eltern in den Osten transportiert zu werden. Da entscheidet sich der 16-jährige Junge unterzutauchen. Bald trifft er auf die jüdische Widerstandsgruppe Chug Chaluzi, die für ihn zum entscheidenden Halt in den verbleibenden Kriegsjahren in Berlin wird. Heinz wird zu Zvi.

Aus verschiedenen Perspektiven erzählt, liefert das Doku-Drama Einblick in die erschütternde Gleichzeitigkeit der Geschehnisse und Umstände: Die couragierten jüdischen Jugendlichen und (jungen) Erwachsenen, die sich der braunen Unmenschlichkeit entgegenstellten, kommen zu Wort, ebenso ihre nichtjüdischen Helferinnen und Helfer; ihnen gegenüber steht die „Fraktion“ der Nazi-Bonzen, Schergen, Informanten und Mitläufer.

Das Stück unternimmt eine sensible theatrale Spurensuche und rückt dabei außergewöhnliche, charismatische Menschen ins Zentrum der künstlerischen Auseinandersetzung; Persönlichkeiten, die durch ihre Handlungen, Taten, durch ihr „Sein“ als Vorbilder in unsere Zeit hinein strahlen, Kraft schenken, Mut und Hoffnung geben.

Unter Einbeziehung von Originalzitaten, wird auf aufrüttelnde, berührende Weise vom Leben junger deutsch-jüdischer Menschen im Untergrund und Widerstand während der Nazi-Zeit in Berlin erzählt. Junge Helden, die in ihrem eigenen Land plötzlich zu „Illegalen“ gemacht wurden, aber gezeigt haben, wozu sie durch ein füreinander einstehen im Stande sind. Anschließend sollen die Jugendlichen in Workshops für Vorurteile, alltäglichen Antisemitismus und die allgegenwärtige Gefahr für unsere Gesellschaft sensibilisiert werden.

Mit diesem Theaterprojekt wollen wir in einer künstlerischen Aufbereitung einen über die Erinnerungskultur hinausgehenden essentiellen Aspekt der jüdisch-deutschen Geschichte beleuchten und mit den (jugendlichen) Zuschauern im Anschluss ins Gespräch kommen, um sie für Vorurteile, alltäglichen Antisemitismus und die allgegenwärtige Gefahr für unsere Gesellschaft zu sensibilisieren.

Kontakt

E-Mail Adresse: [email protected]

Projektträger

Künstler-Advokat-Innen e.V.

Kooperationspartner

Kultur Büro Elisabeth, JLID 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland, Gedenkstätte Stille Helden, Metropol Verlag, Edition Dià

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