Familienpolitik

4,7 Prozent mehr Alleinerziehende in Niedersachsen

Mutter und Sohn am Strand

Im Jahr 2015 gab es in Niedersachsen 249.200 Alleinerziehende. Nach Mitteilung des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN) lag der Anteil der alleinerziehenden Mütter bei 85,3% (212.500 Mütter) und der alleinerziehenden Väter bei 14,7% (36.700 Väter). Der Anteil alleinerziehender Väter ging um 4,4% zurück.

18.08.2016

Gegenüber dem Jahr 2014 stieg die Zahl der Alleinerziehenden um 4,7% an. Die Zahl der alleinerziehenden Mütter nahm um 6,5% im Vergleich zum Jahr 2014 zu und die Zahl der alleinerziehenden Väter ging um 4,4% zurück. Im Jahr 2014 waren 199.500 Mütter und 38.400 Väter alleinerziehend.

Zwei von drei alleinerziehenden Müttern und Vätern (168.700 Alleinerziehende; 67,7%) betreuten im Jahr 2015 ein Kind. Insgesamt 62.400 Alleinerziehende lebten mit zwei Kindern (25,0%) und 18.100 Alleinerziehende mit drei und mehr Kindern (7,3%) zusammen. Während 78,5% der alleinerziehenden Väter nur ein Kind betreuten, lag dieser Anteil bei den alleinerziehenden Müttern mit 65,8% deutlich niedriger. Allerdings waren 34,2% der alleinerziehenden Frauen sogar für zwei und mehr Kinder verantwortlich.

Der Anteil der Alleinerziehenden an allen niedersächsischen Familien lag im Jahr 2015 bei 22,8%. Die häufigste Familienform war immer noch das Ehepaar mit mindestens einem Kind (764.400 Ehepaare; 70,0%). Zu den Familien zählten auch 78.900 Lebensgemeinschaften mit mindestens einem Kind (7,2%).

Methodische Hinweise

Die Familie im "statistischen Sinn" umfasst im Mikrozensus alle Eltern-Kind-Gemeinschaften, das heißt Ehepaare, nichteheliche (gegengeschlechtliche) und gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften sowie alleinerziehende Mütter und Väter mit ledigen Kindern im Haushalt. Einbezogen sind in diesen Familienbegriff - neben leiblichen Kindern - auch Stief-, Pflege- und Adoptivkinder ohne Altersbegrenzung.

Beim Mikrozensus wird jährlich rund 1 % der Bevölkerung in Niedersachsen befragt. Die Ergebnisse dieser Stichprobenerhebung werden auf die Gesamtbevölkerung hochgerechnet. Ab dem Mikrozensus 2011 erfolgt die Hochrechnung anhand der Bevölkerungsfortschreibung auf Basis des Zensus 2011.

Quelle: Landesamt für Statistik Niedersachsen vom 10.08.2016

Redaktion: Kerstin Boller

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