Projektförderung

Werner-Coenen-Stiftung startet neue Förderrunde 2023

In den vergangenen zwei Jahren mussten Kinder, Jugendliche und Familien auf vieles verzichten und benötigen auch weiterhin dringend Unterstützung. Zu diesem Zweck vergibt die Werner-Coenen-Stiftung auch in diesem Jahr Fördermittel zur Stärkung von jungen Menschen und Familien. Projekte, die sich diesem Ziel widmen, können bis zum 05. März 2023 Förderanträge einreichen.

25.01.2023

Im Rahmen der Fördermittelvergabe werden Projekte von gemeinnützigen Einrichtungen mit innovativen Ansätzen und Strategien im Umfeld der erzieherischen Hilfen gefördert. Die Schwerpunkte liegen auf:

  • der Jugendsozialarbeit und dem Kinderschutz bzw. der Jugendsozialarbeit und Gewaltprävention

Kinderschutz und Prävention sind der rote Faden im Projekt. In den Projekten kann es um Bildung gehen, um Sensibilisierung, Beratung, Stärkung, um Lernen
mit allen Sinnen, um praktische Trainings zum besseren Umgang mit belastenden Alltagssituationen, etc. Die Zielgruppe ist frei wählbar und setzt sich aus dem Personenkreis Kinder und Jugendliche, Eltern und Mitarbeiter:innen in Einrichtungen zusammen.

  • Stärkung von Familien (als institutionelle Angebote, keine Einzelfallhilfe)

Gutes Zusammenleben ist der rote Faden in Projekten für und mit Familien. In den Projekten kann es um Prävention gehen, um möglichem Bedarf an erzieherischen Hilfen vorzubeugen, um Stabilisierung/Nachsorge nach Ende von erzieherischen Hilfen, um gezielte Unterstützung für Jugendliche auf dem Weg in die Eigenständigkeit, um Erleichterung von Übergängen, auch in Kitas, um Patenschaftsprojekte, um Unterstützung von Familien durch Beratungs- und Bildungsangebote, etc.

  • Armut in Berliner Familien (Neu)

Gesellschaftlicher Zusammenhalt ist der rote Faden im Projekt. In den Projekten kann es mit frei wählbaren Methoden um die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Unterschieden gehen, Gemeinsamkeiten und Verbindendes werden hervorgehoben, niedrigschwellige Bildungsangebote für von Armut Betroffene oder Bedrohte, praktische Unterstützung im Alltag, Sensibilisierung für die Auswirkungen von Armut, im Miteinander Teilhabe ermöglichen, Nicht-Teilhabe vorbeugen, etc.

Ziele der Stiftung

Grundsätzlich geht es der Stiftung darum, die Angebotsvielfalt zu erhöhen, die Möglichkeiten zu erweitern, Spielräume zu entdecken und zu nutzen. Hierbei geht es um Inklusion, Annäherung, um Fortschritt, um das Beschreiten neuer Wege mit veränderten Präventionsangeboten und modellhaften sozial-integrativen Methoden. Damit soll auch die Entwicklung von Parallelsystemen vermieden werden.

Die Stiftung ruft auch zur Entwicklung von Projekten auf, die zwei oder alle Schwerpunkte miteinander verbinden. Auch experimentelle Projekte seien willkommen. Bei allen Projekten sollen jedoch Kinder und Jugendliche, die mit oder ohne ihre Eltern geflüchtet sind, möglichst integriert werden.

Verfahren und Umfang der Förderung

  • Die Werner-Coenen-Stiftung fördert zeitlich befristete Projekte mit einer Laufzeit von max. 12 Monaten; für eine Weiterführung können erneut Fördermittel beantragt werden.
  • Ein Projekt kann max. drei aufeinander folgende Jahre gefördert werden.
  • Es kann eine Projektförderung bis zu 10.000,- € beantragt werden.
  • Das Kuratorium entscheidet über die Förderanträge.
  • Die Anträge sind schriftlich und digital einzureichen. Ein entsprechendes Antragsformulars steht als Download zur Verfügung.
  • Das Antragsformular ist vollständig auszufüllen (formale Angaben, Projektbeschreibung, Ablaufplan, Ausgaben und Einnahmen), als Word- oder PDF-Datei per E-Mail und als Ausdruck mit Originalunterschriften per Post zur Werner-Coenen-Stiftung zu senden.
  • Die Vereinsunterlagen sind als drei einzelne PDFs (Satzung, Registrierung, Freistellungsbescheid vom Finanzamt) an die Stiftung zu mailen, wenn zum ersten Mal einen Antrag bei der Werner-Coenen-Stiftung eingereicht wird. Die Zusendung erfolgt hier nicht per Post.

Auf der Website der Werner-Coenen-Stiftung werden aktuelle Termine veröffentlicht.

Über Werner Coenen und seine Stiftung

Werner Coenen hat den größten Teil seines Vermögens in eine nach seinem Tod zu errichtende Stiftung eingebracht, um die jüngsten Bewohner:innen seiner Stadt Berlin zu unterstützen. Werner Coenen war kinderlos. Das Stiftungsvermögen der Werner-Coenen-Stiftung beträgt 6,5 Millionen Euro.

Die Werner-Coenen-Stiftung zur Stärkung von Familien und Jugendlichen ist eine unselbständige (treu-händerische) Stiftung unter dem Dach der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin (jfsb), die als sachkundige und erfahrene Treuhänderin die rechtliche Vertretung nach außen und die Geschäftsführung übernimmt. Anliegen der Stiftung sind die Qualifizierung und Weiterentwicklung von Angeboten der Jugendhilfe für Kinder und Jugendliche in Berlin. Das Kuratorium der Werner-Coenen-Stiftung entscheidet über Förderungen und Förderverfahren und berät über die Anlage des Stiftungskapitals.

Das Kuratorium der Stiftung

Mitglieder des Kuratoriums sind:

  • Katrin Toptschian (Vorsitzende) – Vorstandsmitglied der jfsb
  • Ute Lingner (stv. Vorsitzende) – Evangelisches Amt für kirchliche Dienste
  • Astrid Engeln – Diakonisches Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz / Verband evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder
  • Sandra Hildebrandt – Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie
  • Esther Williges – Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie

Quelle: Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin vom 11.01.2023

Redaktion: Laura Burger

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