Inklusion

VISION:INKLUSION: Expertengruppe nimmt Arbeit auf

Kinder malen "Inklusion - jetzt!" an eine Tafel

Der Startschuss des IJAB-Projekts VISION:INKLUSION fiel bereits im September 2015. Nun hat sich in Köln erstmals eine Gruppe von Expertinnen und Experten getroffen, die das Projekt begleitet, berät und mitgestaltet. Das IJAB Projekt VISION:INKLUSION entwickelt in den kommenden zwei Jahren eine Inklusionsstrategie für die Internationale Jugendarbeit.

09.03.2016

Neben internationalen Impulsen werden dazu auch nationale Erfahrungen und Erkenntnisse zusammengefasst, analysiert und aufbereitet. Fachlich unterstützt und begleitet wird das Projekt dabei von einer Expert/innengruppe. Zusammengesetzt ist das Gremium aus Vertreter/-innen der Internationalen Jugendarbeit, von Selbstorganisationen, Behindertenhilfe, Wissenschaft und Verwaltung, die sich mit der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention bzw. mit der inklusiven Gestaltung non-formaler Bildung beschäftigen.

Impulse aus Fachpraxis, Selbstorganisation, Wissenschaft und Verwaltung

Nach einer Begrüßung durch die Projektverantwortlichen Ulrike Werner und Christoph Bruners und einer Einführung in den Ablauf der ersten Sitzung startete das Treffen mit einer Vorstellungsrunde der 11 teilnehmenden Expertinnen und Experten, bei dem neben dem jeweiligen institutionellen und fachlichen Hintergrund auch aktuelle Aktivitäten im Bereich Inklusion präsentiert wurden. Dabei wurde deutlich, dass unterschiedlichste Erfahrungen und Hintergründe mitbracht werden, was für die weitere Arbeit der Gruppe sehr wertvoll ist.

Vernetzung unterschiedlicher gesellschaftlicher Handlungsfelder

In ihrem Überblick zur Besetzung, dem Selbstverständnis und den Aufgaben der Expert/ -innen-Gruppe beleuchtete Ulrike Werner die zentralen Ziele, die mit der Etablierung des Gremiums verfolgt werden: Die fachliche Begleitung und Mitgestaltung des Projekts VISION:INKLUSION, sowie die Vernetzung und Schaffung von Synergien. Dabei fungiert die Expert/ -innengruppe als Bindeglied in verschiedene gesellschaftliche Bereiche. Auf dieser Basis wurde verabredet bei künftigen Treffen der Gruppe weitere Expert/ -innen einzuladen, um somit je nach Schwerpunktsetzung der jeweiligen Sitzung weitere Potentiale und Erfahrungen in die Arbeit einfließen zu lassen.

Internationaler Austausch zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in der Jugendarbeit

Ein kurzer Rückblick auf die Auftaktveranstaltung im September 2015 in Berlin gab allen noch mal die Möglichkeit, den Ablauf und die Inhalte der Tagung Revue passieren zu lassen und gemeinsam einen ersten Blick auf die dieses Jahr anstehende Zwischentagung zu werfen: Die vom 21. bis 22. September in Mainz stattfindende und international ausgerichtete Tagung wird vor allem den Informationsaustausch mit Organisationen bzw. Strukturen in Ländern thematisieren, die bereits Erfahrungen mit der Umsetzung der UN Behindertenrechtskonvention in der Jugendarbeit gesammelt haben. Durch verschiedene IJAB Veranstaltungen kann dabei auf bereits bestehenden internationalen Kontakte zurückgriffen werden. Doch besonders wichtig sind an dieser Stelle vor allem die Kontakte und Verbindungen ins Ausland die Mitglieder der Expert(inn)engruppe einbringen können.

Elemente einer Inklusions-Strategie

Der inhaltliche Schwerpunkt des ersten Treffens der Expert(inn)engruppe lag im Austausch zu wichtigen Elementen einer zukünftigen Inklusions-Strategie. VISION:INKLUSION orientiert sich dabei an den Dimensionen des Index für Inklusion: Inklusive Kulturen schaffen, inklusive Strukturen etablieren und inklusive Praktiken entwickeln. Die Einteilung in diese Struktur ermöglichte es, Schritt für Schritt eine Mindmap zu erstellen, auf der wesentliche Aspekte zu den drei Dimensionen fixiert wurden. Die unterschiedlichen Erfahrungen und Hintergründe der Teilnehmenden nutzte auch hier der gemeinsamen Diskussion.

Aktionsplan für die Internationale Jugendarbeit

Das erste Treffen der Expert/ -innengruppe zeigte deutlich, dass die Etablierung diese Gremiums wichtig und richtig ist: Eine solche Gruppe gibt es im Bereich der Internationalen Jugendarbeit bisher nicht. Neben der Vernetzung untereinander, wird hier der Rahmen dafür gesteckt, einen gemeinsamen Aktionsplan für die Internationale Jugendarbeit zu entwickeln. Damit ist die Expert/ -inn)engruppe ein Kernelement von VISION:INKLUSION. Der Termin für das nächste Treffen wurde bereits vereinbart, womit der Weiterarbeit nichts im Wege steht.

Die Mitglieder der Expert/ -innengruppe sowie weitere Information zum IJAB-Projekt VISION:INKLUSION stehen auf der IJAB-Webseite zur Verfügung.

Quelle: IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e. V., Christoph Bruners

Redaktion: Frank Beckmann

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