Mobiles Arbeiten
ver.di legt „Handbuch Homeoffice“ vor
Mit dem Ende September veröffentlichten „Handbuch Homeoffice – Perspektiven, Daten, Ansätze für die Gestaltung des Neuen Normal“ leistet die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) einen wichtigen Beitrag in der Debatte um die Gestaltung von Homeoffice im Sinne Guter Arbeit.
12.10.2022
Christoph Schmitz, Mitglied im ver.di-Bundesvorstand hob hervor, dass es nicht die eine Variante Homeoffice geben wird, welche für die unterschiedlichen Bedarfe und Rahmenbedingungen aller Beschäftigter passend sei. Wichtig sei es aber, die zentralen Herausforderungen, Anforderungen und Perspektiven zu kennen, die bei Aushandlungsprozessen berücksichtigt werden müssen. Das 132 Seiten umfassende „Handbuch Homeoffice“ bereite hierbei wichtige Gestaltungsfelder aus Gewerkschaftssicht auf, stelle wissenschaftliche Daten zur Verfügung und beleuchte die Thematik aus Sicht des Arbeitsrechts, des Datenschutzes und des Gesundheitsschutzes.
„Die positiven Potenziale der Digitalisierung, die durch die Corona-Pandemie einen Schub bekommen hat, müssen auch bei den Beschäftigten ankommen – dazu gehören mehr Gestaltungsspielräume und mehr Souveränität bezogen auf Arbeitsort und Arbeitszeiten. (...) Diese Ressourcen brauchen gute Leitplanken, um die Beschäftigten vor den Risiken zu schützen. Eine unserer gewerkschaftlichen Kernaufgaben ist und bleibt der nachhaltige Schutz der physischen und psychischen Gesundheit der Beschäftigten.“
Zudem gelte es, den betrieblichen Arbeitsplatz auch als Raum für Kommunikation, Austausch und Mitbestimmung zu erhalten und zugleich mehr Ortssouveränität zu ermöglichen, so Schmitz weiter.
Die im „Handbuch Homeoffice“ aufbereiteten Daten einer Repräsentativbefragung mit dem DGB-Index Gute Arbeit 2020 und 2021 für den Dienstleistungssektor zeigen unter anderem, dass kollektive Vereinbarungen ein wirksames Mittel sind, um den beim Homeoffice auftretenden Gefahren wie zum Beispiel ständigen Erreichbarkeitserwartungen entgegen zu wirken.
So gaben 42,7 Prozent der Beschäftigten in Betrieben ohne Betriebsvereinbarungen an, sehr häufig oder oft auch außerhalb der Arbeitszeit erreichbar zu sein, während es bei Beschäftigten in Betrieben mit Betriebsvereinbarungen 26,3 Prozent waren. Bereits die Erfassung der Arbeitszeit kann sich positiv auf die Belastungen im Homeoffice auswirken. So gaben 89,1 Prozent der Beschäftigten mit Arbeitszeiterfassung an, selten oder nie außerhalb der normalen Arbeitszeit unbezahlte Arbeit für ihren Betrieb zu leisten; bei den Beschäftigten ohne Arbeitszeiterfassung waren es hingegen 74,0 Prozent.
Weitere Informationen
Das „Handbuch Homeoffice – Perspektiven, Daten, Ansätze für die Gestaltung des Neuen Normal“ steht auf der Website von ver.di zum Download zur Verfügung.
Quelle: ver.di vom 29.09.2022
Termine zum Thema
Materialien zum Thema
-
Monographie / Buch
akademisieren, professionalisieren, transformieren. SAGE-Hochschulen im Strukturwandel am Beispiel der Alice Salomon Hochschule Berlin
-
Podcast
Kinderschutz im Netz – Out of the bubble
-
Studie
Jugend in der digitalen Transformation
-
Podcast
KNOWBODY - mit der App entspannt über Sex reden.
-
Zeitschrift / Periodikum
AFET-Fachzeitschrift Dialog Erziehungshilfe 2-2025
Projekte zum Thema
-
Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ und Universität zu Köln
Digitale Kompetenzen in der Kinder- und Jugendhilfe
-
Jugendnetzwerk Lambda e.V.
Digitales queeres Jugendzentrum: lambda space
-
Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz gGmbH
JAdigital. Digitalisierung in der Kinder- und Jugendhilfe konzeptionell gestalten
-
Stiftung Kinder forschen
KiQ – gemeinsam für Kita-Qualität: Wenn Entdecken und Forschen zum Alltag werden
-
Kinderschutz und Kinderrechte in der digitalen Welt
Institutionen zum Thema
-
Verband / Interessenvertretung
Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur e.V.
-
Außeruniversitäre Forschungs-/Serviceeinrichtung
ISA – Institut für soziale Arbeit e.V.
-
Verband / Interessenvertretung
Bundesverband für Kindertagespflege e.V.
-
Fachgesellschaft
Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Jugendhilfe e.V.
-
Verband / Interessenvertretung
Deutscher Berufsverband für Soziale Arbeit e.V. (DBSH) – Funktionsbereich Kinder- und Jugendhilfe