Internationaler Tag der Jugend

SOS-Kinderdorf mahnt Beteiligungsmöglichkeiten für junge Menschen an

SOS-Kinderdorf unterstützt die im Koalitionsvertrag festgeschriebenen Vorhaben der Regierung, das Wahlalter zu senken und mehr Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche zu schaffen. Es sei höchste Zeit, diese Vorhaben konsequent anzugehen, erklärte Prof. Dr. Sabina Schutter, Vorstandsvorsitzende des SOS-Kinderdorf e.V.

17.08.2022

Der Internationale Tag der Jugend am 12. August erinnert alljährlich an die Bedeutung der Jugend als wichtige Lebensphase. Zum diesjährigen Weltjugendtag erklärt Prof. Dr. Sabina Schutter, Vorstandsvorsitzende der Kinderhilfsorganisation: 

„Junge Menschen werden in Deutschland immer noch viel zu wenig gehört, wenn es um ihre Belange und Interessen geht. Das gilt besonders für Kinder und Jugendliche in belasteten Lebenslagen. Junge Menschen sollten ihre Gegenwart mitgestalten können, denn ihr Leben findet jetzt statt. Sie sollten bei Fragen, die sie direkt betreffen, mitentscheiden dürfen. Diese Entscheidungsrechte reichen von der Gestaltung von Schule und Ausbildung bis hin zur Zukunft unseres Planeten, denn die Jugend trägt die Konsequenzen der Entscheidungen von heute auch morgen mit. SOS-Kinderdorf unterstützt daher die im Koalitionsvertrag festgeschriebenen Vorhaben der Regierung, das Wahlalter zu senken und mehr Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche zu schaffen. Es ist höchste Zeit, diese Vorhaben nun auch konsequent anzugehen und endlich wirksame Mitsprachemöglichkeiten für junge Menschen auf höchster Ebene zu verankern! Vor allem der im Koalitionsvertrag festgeschriebene Nationale Aktionsplan für mehr Beteiligung zur Weiterentwicklung der Jugendstrategie der Bundesregierung muss umgesetzt werden. Jugendbeteiligung ist mehr als eine symbolische Anhörung von jungen Menschen auf Highlight-Veranstaltungen. Sie muss systematisch, dauerhaft und konsequent verfolgt werden. Das heißt, schon Kinder zu befähigen, ihre Stimme einzubringen und Worten Taten folgen zu lassen.“ 

Quelle: SOS-Kinderdorf e.V. vom 10.08.2022

Redaktion: Johanna Fock

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