Nordrhein-Westfalen
Neue Landesfachstelle stärkt Regenbogenfamilien
Die neue Landesfachstelle Regenbogenfamilien in NRW unterstützt queere Familien, vernetzt Fachkräfte und fördert Sichtbarkeit. Um dieses Angebot zu unterstützen, fördert die Landesregierung erstmals die Fachstelle in Trägerschaft des Queeren Netzwerks NRW und stellt dafür in diesem Jahr 160.000 Euro zur Verfügung, um Diskriminierung abzubauen und Beratungsangebote auszubauen.
18.08.2026
Die neue Fachstelle ist eine landesweite Anlaufstelle für Begleitung und Beratung. Sie trägt dazu bei, die Sichtbarkeit und Akzeptanz von Regenbogenfamilien in Nordrhein-Westfalen weiter zu erhöhen, und die Vernetzung und den Ausbau von Unterstützungsangeboten zu stärken. Familienministerin Verena Schäffer hat sich am Freitag, 17. Juli 2026, vor Ort über die Arbeit der neuen Landesfachstelle informiert.
Familienministerin Verena Schäffer:
„Familien sind so vielfältig wie unsere Gesellschaft, das hat der neue Familienbericht gerade eindrucksvoll belegt. Dennoch erleben viele Regenbogenfamilien im Alltag noch immer Vorurteile oder stoßen auf Hürden. Mit der neuen Landesfachstelle schaffen wir eine starke Anlaufstelle, die Regenbogenfamilien unterstützt, Fachkräfte vernetzt und dazu beiträgt, dass alle Familien mit Respekt und Wertschätzung behandelt werden. Denn jedes Kind in Nordrhein-Westfalen soll gut aufwachsen können.
Die Vielfalt der Regenbogenfamilien ist groß und Familienmodelle sind im Wandel, das zeigt auch der aktuelle Familienbericht. Wir freuen uns, dass wir uns als Landesfachstelle mit zusätzlichen Mitteln und mehr personellen Kapazitäten noch kraftvoller für Sichtbarkeit und gleiche Rechte für queere Eltern einsetzen können. Mit unseren Angeboten stärken wir gezielt queere Familien und sensibilisieren familiennahe Fachkräfte, insbesondere im ländlichen Raum,“
sagt Elena Zondler, Referentin der Fachstelle Regenbogenfamilien NRW.
Die Landesfachstelle plant unter anderem den Ausbau von Angeboten im ländlichen Raum sowie die Förderung neuer regionaler Netzwerke und Gruppen. Gleichzeitig werden Fachkräfte und Beratungsstellen für die Lebensrealitäten von Regenbogenfamilien sensibilisiert. Informationskampagnen und digitale Angebote sollen dazu beitragen, Familienvielfalt sichtbar zu machen und Vorurteile abzubauen.
Der aktuelle Familienbericht Nordrhein-Westfalen zeigt, dass Regenbogenfamilien weiterhin besonderen Herausforderungen begegnen. Viele berichten von Diskriminierungserfahrungen, fehlender Sensibilität in Behörden, Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen sowie einem Mangel an wohnortnahen Beratungsangeboten. Auch die Lebenslagenstudie „Queer durch NRW“ macht deutlich, dass viele LSBTIQ*-Personen insbesondere bei der Familiengründung noch immer keine gleichen Chancen sehen. Fast 50 Prozent der LSBTIQ*-Eltern gaben an, dass sie diverse Hürden bei der Umsetzung ihres Kinderwunsches erlebt haben.
Mit der Förderung der Landesfachstelle setzt die Landesregierung einen weiteren Baustein ihrer Familienpolitik um. Ziel ist es, Familien in ihrer Vielfalt zu unterstützen und Rahmenbedingungen zu schaffen, damit alle Kinder und ihre Eltern unabhängig von ihrer Familienform gut und diskriminierungsfrei leben können.
Quelle: Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen vom 20.07.2026
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