Familienpolitik

Ministerin Schwesig: Soziale Familienpolitik beginnt, bevor ein Kind zur Welt kommt

"Die Schwangerschafts- und Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen in Mecklenburg-Vorpommern haben sich bei vielen Menschen im Land einen guten Ruf erworben, und zwar besonders bei denjenigen, die auf Rat und Hilfe angewiesen sind", sagte Sozialministerin Manuela Schwesig heute auf dem Fachtag der Beratungsstellen in Schwerin.

02.12.2009

Diesen guten Ruf habe auch der von der Landesregierung im Frühjahr 2009 vorgestellte "Bericht zur Lebenssituation von Haushalten mit Kindern in Mecklenburg-Vorpommern" bestätigt.

In den 40 Beratungsstellen in Mecklenburg-Vorpommern gewährleisten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umfangreiche sozialrechtliche und finanzielle Information und Beratung. Sie führen ca. 30.000 Beratungsgespräche pro Jahr mit etwa 15.000 Menschen. "Schon allein die Tatsache, dass im Durchschnitt jeder Ratsuchende zweimal zum Gespräch kommt, zeigt, dass es bei der Schwangerschaftsberatung um sehr viel mehr geht als um das Ausfüllen einer Bescheinigung", sagte die Ministerin. Das belege auch eine andere Zahl: In vier von fünf Gesprächen geht es um allgemeine und nicht um Konfliktberatung. "Diese Beratung und Hilfe ist unverzichtbar und muss für alle Ratsuchenden leicht erreichbar sein", unterstrich Schwesig, "denn soziale Familienpolitik beginnt bereits, bevor ein Kind zur Welt kommt."

Das Sozialministerium wird die Arbeit der Schwangerschaftsberatungs- bzw. Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen in Mecklenburg-Vorpommern auch zukünftig fördern. Hierfür sind nach dem Entwurf des Doppelhaushalts 2010/2011 etwa drei Millionen Euro jährlich vorgesehen.

Quelle: Ministerium für Soziales und Gesundheit des Landes Mecklenburg-Vorpommern

 

Redaktion: Ilja Koschembar

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