Alleinerziehende
Kürzung des Unterhaltsvorschusses setzt absolut falsches Zeichen
Kürzung des Unterhaltsvorschusses benachteiligt Alleinerziehende, die besonders armutsgefährdet sind. 19,4 % der Familien sind alleinerziehend, oft mit Jugendlichen. Säumige Unterhaltspflichtige und staatliche Kürzungen verschärfen die Not.
06.08.2026
Zu aktuellen destatis-Zahlen, nach denen es in knapp jeder fünften (19,4 Prozent) Familie mit Kindern unter 18 Jahren nur ein Elternteil gibt, ein Statement von Elke Hannack, stellvertretende DGB-Vorsitzende:
„Angesichts dieser Zahlen wird einmal mehr deutlich, warum die Kürzung des Unterhaltsvorschusses ein absolut falsches Zeichen setzen würde: Alleinerziehende Familien sind seit vielen Jahren unverändert die am stärksten von Armut betroffene Familienform in Deutschland. Dabei arbeiten alleinerziehende Mütter – sie machen nach wie vor den Löwenanteil der Alleinerziehenden aus – häufiger in Vollzeit als Mütter mit Partner oder Partnerin. Es sind nicht zuletzt die säumigen Unterhaltspflichtigen, die die Lebensumstände vieler alleinerziehender Familien verschärfen. Belastet werden erneut: Frauen mit alleiniger Sorgeverantwortung und junge Menschen. Mehr als ein Fünftel der Alleinerziehenden hat Kinder im Alter von 16 und 17 Jahren. 373 000 Jugendliche wären von den geplanten Kürzungen des Unterhaltsvorschusses betroffen. Das ist ein fatales Signal an die jungen Menschen. Sie tragen die Folgen: Chancen und Teilhabe werden eingeschränkt, wenn Elternteile ihren Unterhaltsverpflichtungen nicht nachkommen - und nun können sie noch nicht einmal auf die Unterstützung durch den Staat vertrauen. Das ist ein Armutszeugnis für die Politik der Bundesregierung.“
Quelle: Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) vom 23.07.2026
Termine zum Thema
-
26.08.2026
„Ich hab‘ doch beide lieb“ - Vom Umgang mit dem Umgang
-
08.09.2026
Zusammenarbeit mit Eltern in der Pflegekinderhilfe. Impuls (3/4) "Am Ball bleiben!"
-
15.09.2026
Fortbildung zum Triple P-Gruppentraining
-
17.09.2026
Gelingende Zusammenarbeit mit Eltern
-
22.09.2026
NEETS IM FOKUS: WIE ERREICHEN WIR ENTKOPPELTE JUNGE MENSCHEN? Jahresfachtagung der BAG ÖRT
Materialien zum Thema
-
Studie
Beteiligung als soziale Frage. Eine sozialisationstheoretische Bestandsaufnahme zu Familie, Schule und Partizipation junger Menschen in Deutschland.
-
Broschüre
Ehrenamtliches Engagement in der Kinder- und Jugendarbeit
-
Podcast
„Gegen den Wasserfall mit dem Tretboot rückwärts.“
-
Webangebot / -portal
Landesfamilienpass BW - Infoseite mit interaktiver Karte
-
Studie
Junge Engagierte unter Druck
Projekte zum Thema
-
Bildungswerk “anderes lernen, Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein” e.V.
Bruchlinien - Lebenswege zwischen Freiheit und Unterdrückung
-
Landesjugendring Brandenburg e.V.
Remember - Spurensuche
-
LAG / Fachstelle Jungenarbeit NRW
„Inside out“ - Praxisprojekt der LAG Jungenarbeit NRW 2026
-
Universität Münster (JuPa-Quali)
JuPa - Soziale Teilhabe von Jugendlichen in stationären Jugendhilfe-Einrichtungen und Pflegefamilien in Zeiten von Pandemien ermöglichen
-
Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein
Bruchlininen - Lebenswege zwischen Freiheit und Unterdrückung
Institutionen zum Thema
-
Sonstige
Öffentlicher Gesundheitsdienst
-
Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe
ProMädchen Mädchenhaus Düsseldorf e.V. - Anonyme Zuflucht
-
Stiftung / Fördereinrichtung
GOLDKIND – Stiftung für Kinder aus dysfunktionalen Familien gGmbH
-
Außeruniversitäre Forschungs-/Serviceeinrichtung
Institut für pädagogische Bildung
-
Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe
Berlin-Brandenburgische Landjugend e.V.