Rheinland-Pfalz
Jugendministerium fördert Lernpatenprojekt für Grundschulkinder
Das Land fördert die Lernpatenprojekte für Grundschulkinder mit besonderem Unterstützungsbedarf unter der Trägerschaft des Vereins „keiner darf verloren gehen“ auch 2021 mit insgesamt rund 42.000 Euro.
15.07.2021
„Gerade in der aktuellen Corona-Pandemie, die Kinder in schwierigen Lebenssituationen ganz besonders trifft, freue ich mich, dass die Lernpat(inn)en ihren Patenkindern mit individueller und persönlicher Zuwendung eine praktische Unterstützung bieten“, erklärte Jugendministerin Katharina Binz.
Die Förderung des Projekts „keiner darf verloren gehen“, das von der Bürgerstiftung Pfalz modellhaft entwickelt wurde, wird vor allem für die Aus-, Fortbildung und Begleitung der Lernpat(inn)en eingesetzt. Zusätzlich fließen die bewilligten Mittel auch in deren besondere Qualifizierung und in die Fachberatung. Träger der Lernpatennetzwerke sind Bürgerstiftungen, Jugendämter, sowie freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe, die das Projekt in Kooperation mit Grundschulen durchführen. Die Lernpat(inn)en, die häufig aus einem pädagogischen Beruf kommen, werden im Vorfeld durch eine 30-stündige Schulung auf diese Aufgaben vorbereitet und erhalten auch danach durch ein regelmäßiges Coaching fachliche Unterstützung.
Die qualifizierten ehrenamtlichen Lernpat(inn)en bringen den Kindern beim gemeinsamen Spielen, Lesen, Erzählen oder während der Hausaufgaben vor allem Zeit, Verständnis und Anerkennung entgegen. Die Pat(inn)en treffen sich in der Regel einmal wöchentlich für ca. zwei Stunden mit den Kindern. In der Zeit der pandemiebedingten Einschränkungen wurde ein Maßnahmenkonzept entwickelt, das ein Aufrechterhalten der Beziehung trotz der Kontaktbeschränkungen – wie beispielsweise durch Telefonate oder Nutzung elektronischer Medien – ermöglicht. Die Rückmeldungen durch die Lehrkräfte zeigen, dass die Kinder durch das Lernpatenprogramm konzentrationsfähiger, ausgeglichener und erfolgreicher in der Schule sind.
Die vom Jugendministerium bewilligten Mittel fließen an folgende Projektträger:
- Koblenzer Bürgerstiftung
- Kinderschutzbund Kaiserslautern-Kusel
- Landkreis Neuwied
- Kinderschutzbund Neustadt-Bad Dürkheim
- Kinderschutzbund Speyer
- Kinderschutzbund Landau-Südliche Weinstraße
- Kinderschutzbund Germersheim
Zudem fördert das Ministerium die kommunalen Projektstandorte des Westerwaldkreises sowie des Landkreises Ahrweiler in Höhe von insgesamt 16.000 Euro.
„Die Lernpatinnen und Lernpaten sind für die Kinder verlässliche Ansprechpartnerinnen und -partner, die ihnen Zeit, Geduld und Wertschätzung entgegenbringen. Dadurch verbessern sich nicht nur die schulischen Leistungen der Kinder, sondern auch ihr Selbstbewusstsein wird gestärkt und ihr Sozialverhalten verbessert. Die Lernpatenpatenschaft kann so zu einem entscheidenden Baustein für eine gute schulische und persönliche Entwicklung werden“, erläuterte Ministerin Binz.
Weiterführende Informationen zum Projekt finden sich auf den Internetseiten der Initiative „keiner darf verloren gehen“.
Quelle: Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration vom 08.07.2021
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