EU-Jugenddialog

Inklusion und ein nachhaltiges Europa im Mittelpunkt

Im EU-Jugenddialog hat ein neuer Zyklus begonnen. Vom 1. Januar 2022 bis zum 30. Juni 2023 steht die Umsetzung der Europäischen Jugendziele „Inklusive Gesellschaften“ und „Ein nachhaltiges, grünes Europa“ im Mittelpunkt. Die neuen EU-Jugendvertreter*innen wollen sie gemeinsam mit jungen Menschen voranbringen.

04.02.2022

„Ich wünsche mir, dass möglichst viele verschiedene junge Menschen aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands mehr Interesse an der Europäischen Gemeinschaft finden, indem sie merken, dass ihre Stimme zählt“, beschreibt die neue EU-Jugendvertreterin Wiebke Schricker ihre Erwartungen an den 9. Zyklus. Frisch im Amt als EU-Jugendvertreterin ist auch Sakiye Boukari. Gemeinsam werden sie in den kommenden 18 Monaten die Forderungen und Anliegen junger Menschen in Deutschland sammeln.

Im Fokus stehen dabei die Europäischen Jugendziele – oder Youth Goals – #3 und #10. Sakiye liegt besonders das Ziel #3 „Inklusive Gesellschaften“ am Herzen. „Damit kann ich persönlich viel anfangen, weil ein großer Teil meiner Motivation und Energie daher kommt. Knapp gesagt, ich wünsche mir Jugendpartizipation wäre diverser und zugänglicher“, so die 18-jähige EU-Jugendvertreterin.

Ein Drittel der jungen Menschen in Europa von Armut betroffen

Entscheidend für die Umsetzung von Youth Goal #3 „Inklusive Gesellschaften“ ist, dass alle jungen Menschen in Europa, insbesondere diejenigen, die am meisten an den Rand gedrängt und ausgeschlossen sind, ihre Rechte in vollem Umfang verwirklichen können. Ein Drittel der jungen Menschen in Europa ist von Armut und damit von gesellschaftlichem Ausschluss bedroht. Viele haben keinen Zugang zu ihren gesellschaftlichen Rechten. Viele erfahren weiterhin vielfältige Diskriminierungen, begegnen Vorurteilen und sind Opfer von Hassverbrechen. Das wollen junge Menschen ändern.

Die Vision von Youth Goal #10 „Ein nachhaltiges, grünes Europa“. ist eine Gesellschaft, in der sich alle jungen Menschen für die Umwelt engagieren sowie umweltbewusst und fähig sind, Veränderungen in ihrem alltäglichen Leben zu bewirken. EU-Jugendvertreterin Wiebke sagt dazu: „Ich freue mich darauf, dieses Ziel gerade in den ländlichen Regionen Deutschlands in den Vordergrund zu bringen und mit jungen Menschen über Europäische Zukunftsperspektiven in Hinblick auf Nachhaltigkeit ins Gespräch zu kommen.“

Europäische Zukunftsperspektiven gerade in ländlichen Regionen

Die im EU-Jugenddialog gesammelten Bedürfnisse und Meinungen junger Menschen nehmen die EU-Jugendvertreter*innen mit auf die EU-Jugendkonferenzen und diskutieren sie dort mit anderen Jugendlichen aus Europa sowie politisch Verantwortlichen. Die Politiker*innen können die Ergebnisse bei ihren Entscheidungen berücksichtigen und in die politischen Prozesse einbringen. Die Jugendminister*innen der EU-Mitgliedstaaten können die Forderungen etwa in die Schlussfolgerungen und Entschließungen des Rates der EU einfließen lassen.

So können sich junge Menschen an politischen Entscheidungen beteiligen. Wiebke betont: „Ich möchte junge Menschen befähigen, ihre eigenen Ideen und Wünsche umzusetzen.“ Sakiye ergänzt: „Ich freue mich sehr auf meine Rolle als EU-Jugendvertreterin und bin neugierig auf das, was kommt.“

Am 24.02.2022 von 17:30 bis 19:30 Uhr ist die Online-Dialogveranstaltung „ES REICHT MIR (NICHT)!“. Dort können junge Menschen auf Augenhöhe mit Politiker*innen des Europäischen Parlaments und der Europäischen Kommission diskutieren. Mehr Infos und die Anmeldung finden sich beim DBJR. 

Weitere Informationen zum Jugenddialog außerdem unter www.jugenddialog.de

Weitere Informationen zu den Youth Goals finden sich auch auf den Sonderseiten des Jugendhilfeportals: www.jugendhilfeportal.de/fokus/eu-jugendstrategie/

Quelle: Deutscher Bundesjugendring

Redaktion: Frank Beckmann

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