Projektauftakt
Hilfe für geflüchtete ukrainische Kinder und ihre Familien in Deutschland
Am Grenzübergang zwischen der Ukraine und der Republik Moldau am 24. März 2022.
Ein gemeinsames Hilfsprojekt von Jumpers und World Vision Deutschland für ukrainische Kinder und ihre Familien startete am 13. Januar 2023. Das Projekt will Kinder, die aus vor dem russischen Angriff auf die Ukraine nach Deutschland fliehen dabei unterstützen, in Deutschland anzukommen.
24.01.2023
35 Prozent der rund eine Million Geflüchteten aus der Ukraine, die nach Deutschland gekommen sind, sind Kinder unter 18 Jahren. Sie darin zu unterstützen, die Schrecknisse des Kriegs zu verarbeiten und das Ankommen in Deutschland zu erleichtern, ist Ziel des Kooperationsprojekts zwischen Jumpers – Jugend mit Perspektive und World Vision Deutschland e.V., das an verschiedenen Standorten von Jumpers in Deutschland umgesetzt wird.
Der Krieg in der Ukraine hat 5,9 Millionen Menschen zu Vertriebenen innerhalb ihres eigenen Landes gemacht. 7,9 Millionen sind in benachbarte Länder geflohen. Viele von ihnen Kinder. Sie sind in Kriegen und Konflikten die Hauptleidtragenden. Sie und ihre Familien über Grenzen hinweg zu unterstützen, sei ein Gebot der Nächstenliebe, so World Vision. Und um dieses in die Tat umzusetzen, haben sich die in Deutschland arbeitende gemeinnützige Organisation Jumpers – Jugend mit Perspektive mit der international tätigen Kinderhilfsorganisation World Vision Deutschland e.V. zusammengeschlossen.
Ankommen und das Erlebte verarbeiten
„Viele Kinder, die aus der Ukraine nach Deutschland kommen, haben Schreckliches erlebt und Verluste erlitten. Der Alltag, der ihnen in ihrer Heimat im Kreise ihrer Familie und Freunde Geborgenheit und Sicherheit gegeben hat, ist von einem Tag auf den anderen zusammengebrochen“, erklärte Thorsten Riewesell, Geschäftsführer von Jumpers. Ihnen den Raum und die Möglichkeit zu geben, das Erlebte zu verarbeiten und ihnen dabei zu helfen, hierzulande anzukommen, ist Ziel des gemeinsamen Projekts mit World Vision Deutschland.
Psychologische und therapeutische Unterstützung
Konkret beinhaltet das Projekt, die geflüchteten Kinder und ihre Familien psychologisch und therapeutisch zu unterstützen und zu begleiten. Die Kinder pädagogisch zu betreuen, etwa im Rahmen von Freizeitaktivitäten mit anderen Kindern u.a. im Sport-, Musik- und Kreativbereich, auf Freizeiten und in Freizeitcamps. Außerdem werden die Kinder durch Leseclubs und Deutschkurse darin unterstützt und bestärkt, die deutsche Sprache zu lernen und erfahren zielgerichtete Nachhilfe und Hausaufgabenbetreuung. Die Eltern werden bei Ämtergängen und beim Ausfüllen von Dokumenten fachgerecht unterstützt. Möglich gemacht und nachhaltig umgesetzt wird das durch den Aufbau eines stabilen Teams aus Angestellten und engagierten Ehrenamtlichen an den Jumpers-Standorten in Berlin, Erfurt, Gera, Merseburg, Kassel, Stadtallendorf und Offenbach.
Christoph Waffenschmidt, Vorstandsvorsitzender von World Vision Deutschland, erklärte:
„Seit Beginn des Kriegs in der Ukraine hilft World Vision den Kindern und ihren Familien in Nachbarländern, aber auch in der Ukraine selbst. Da die Not der geflüchteten Kinder aber keine Grenzen kennt, freuen wir uns umso mehr, nun gemeinsam mit unserem Partner Jumpers auch innerhalb Deutschlands den geflüchteten Kindern und ihren Familien gezielt helfen zu können“
Quelle: World Vision Deutschland e.V. vom 13.01.2023
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