Kinderrechte
Europa soll ein sicherer Ort werden
Angesichts des Klimawandels, der Covid-19-Pandemie und des anhaltenden Angriffs der Russischen Föderation auf die Ukraine wurde die Gewährleistung und der Schutz von Kinderrechten in Krisen- und Notsituationen zu einer der neuen Prioritäten der Strategie des Europarates für die Rechte des Kindes (2022–2027) bestimmt, die auf einer Konferenz auf hoher Ebene in Rom gestartet wurde.
20.04.2022
Zu den weiteren Prioritäten der Strategie zählen die Freiheit von Gewalt, Chancengleichheit und soziale Inklusion, Zugang zu Technologien und ihre sichere Anwendung, eine an die Bedürfnisse jedes Kindes angepasste Justiz und der Anspruch, jedem Kind Gehör zu verschaffen.
Krieg in der Ukraine trifft Kinder besonders stark
Krisen- und Notsituationen gefährden Kinderrechte besonders stark, so die Generalsekretärin des Europarates, Marija Pejčinović Burić, in ihrer Eröffnungsrede:
„Die Krise in der Ukraine ist eine Katastrophe für Millionen Menschen, besonders für Kinder. Die anhaltende Aggression der Russischen Föderation verpflichtet uns, uns zu fragen, was wir tun können, um Kinder in bewaffneten Konflikten zu schützen und die Rechte aller Kinder zu garantieren, die vertrieben oder infolge der Gewalt zu Migranten wurden.“
Laut UNICEF sind bis Ende März 2022 zwei Millionen Kinder vor dem Krieg in der Ukraine geflüchtet und haben auf der Suche nach Sicherheit die Grenze überquert. Da weitere 2,5 Millionen Kinder zu Binnenvertriebenen wurden, waren insgesamt 60 % der Kinder in der Ukraine zum Verlassen ihres Zuhauses gezwungen.
Grundrechte von Kindern sichern
Elena Bonetti, Ministerin für Chancengleichheit und Familie Italiens (das Land hat derzeit den Vorsitz im Ministerkomitee inne), erklärte:
„Millionen Kinder sind Opfer von Gewalt, Diskriminierung, Konflikten, Armut und Missbrauch. Ihnen und allen Kindern der Welt gegenüber sind wir verpflichtet – als Regierungen und als Erwachsene – die uneingeschränkte und gleichberechtigte Ausübung ihrer Grundrechte zu garantieren, damit sie eine ihren Träumen und Ambitionen entsprechende Welt aufbauen können.“
Die Ehefrau des ukrainischen Präsidenten, Olena Selenska, richtete an die Teilnehmenden der Konferenz eine Nachricht, die vom Botschafter des Landes in Italien verlesen wurde. An der Eröffnungssitzung nahmen hochrangige Vertreterinnen und Vertreter des Europarates und der Europäischen Unionen ebenso teil wie Minister und stellvertretende Minister, Staatssekretäre und Unterstaatssekretäre aus: Albanien, Andorra, Estland, Island, Irland, Litauen, der Republik Moldau, Monaco, der Ukraine, Armenien, der Tschechischen Republik, Frankreich, Griechenland, dem Heiligen Stuhl, Ungarn, der Slowakischen Republik und der Türkei.
Während des Runden Tischs zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch im Netz präsentiert der Lanzarote-Ausschuss des Europarates am 8. April einen neuen Überwachungsbericht über die Möglichkeiten zur Reaktion auf das Problem der von den Kindern selbst hergestellten sexuellen Bilder und/oder Videos.
Quelle: Europarat vom 07.04.2022
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