Thüringen

Erfurter Fachtag setzt Impulse bei frühkindlicher Bildung für nachhaltige Entwicklung

Der 5. Thüringer Fachtag für frühkindliche Bildung fand am 23. Oktober 2025 in Erfurt statt. Über 200 Fachkräfte diskutierten über nachhaltige Bildungskonzepte. Bildungsminister Tischner hob Thüringens führende Rolle hervor. Der Schwerpunkt lag auf Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), um Kinder frühzeitig für gesellschaftliche und ökologische Herausforderungen zu sensibilisieren.

06.11.2025

Unter dem Motto „Gemeinsam gute Praxis gestalten – zukunftsfähig denken, nachhaltig handeln“ fand am 23. Oktober 2025 im Congress Center der Messe Erfurt der 5. Thüringer Fachtag für frühkindliche Bildung in der Kindertagesbetreuung statt. Über 200 Fachkräfte, Trägervertreter*innen sowie Einrichtungsleitungen aus dem gesamten Freistaat kamen zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und praxisnahe Ansätze einer nachhaltigen frühkindlichen Bildung auszutauschen.

Bildungsminister Christian Tischner betonte: 

„Thüringen liegt bundesweit an der Spitze beim Anteil pädagogisch qualifizierter Fachkräfte. Das ist Ansporn, die Qualität der frühkindlichen Bildung konsequent weiterzuentwickeln. Der 5. Fachtag bot dafür einen idealen Rahmen. Gemeinsam wurden Chancen, Ideen und Zukunftswege unserer Kindergärten diskutiert.“

Im Mittelpunkt des Fachtags stand das Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). In einer Zeit, in der gesellschaftliche und ökologische Herausforderungen wie Digitalisierung, Migration, Klimawandel und Demokratiebildung immer stärker in den Alltag wirken, kommt der frühkindlichen Bildung in Bezug auf diese Themen eine besondere Bedeutung zu. Kinder sollen frühzeitig erfahren, wie sie Verantwortung übernehmen, Mitgefühl entwickeln und ihre Umwelt aktiv mitgestalten können.

Der Fachtag wurde mit einem Impulsvortrag von Prof. Dr. Mandy Singer-Brodowski (Universität Regensburg) eröffnet. Unter dem Titel „Kindheit, Nachhaltigkeit und Bildung – Impulse für eine zukunftsfähige Kita-Praxis“ zeigte sie auf, wie Kindergärten zu verantwortungsbewusstem und nachhaltigem Denken anregen können.

Im Anschluss konnten die Teilnehmenden aus zehn Workshops wählen, die den Nachhaltigkeitsgedanken aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchteten – von Kita-Sozialarbeit und emotionaler Feinfühligkeit über vorurteilsbewusste Teamarbeit bis hin zu nachhaltigem Konsum, Naturerfahrungen und Rahmenbedingungen für BNE im Kindergarten-Alltag.

Der „Markt der Möglichkeiten“ bot Fachkräften die Gelegenheit, sich zu vernetzen, Materialien kennenzulernen und neue Impulse für ihre pädagogische Arbeit mitzunehmen. Den Abschluss des Tages bildete eine kreative Reflexion im Plenum. Die Anwesenden nahmen zahlreiche Impulse mit, wie sie die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen altersgerecht und praxisnah in den Einrichtungsalltag integrieren können – von der Stärkung sozialer Gerechtigkeit über Umweltschutz bis hin zur Förderung von Demokratie und Mitbestimmung.

Quelle: Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur vom 23.10.2025

Redaktion: Celine Richter