geschlechterreflektierte Jungen*arbeit

Der Qualifizierungs-Klassiker zum*r Jungenarbeiter*in

Die LAG Jungen*arbeit NRW bietet in Kooperation mit dem LVR die Qualifizierung „Irgendwie klar: Jungen* begleiten, stärken und verstehen“ an. Diese führt pädagogische Fachkräfte praxisnah und fundiert in die geschlechterreflektierte Jungen*arbeit ein. Sie vermittelt zentrale fachliche Grundlagen, stärkt die professionelle Haltung und unterstützt dabei, Jungen* in ihrer Vielfalt wahrzunehmen und bedarfsgerechte Angebote zu entwickeln.

10.07.2026

Ein zentraler Bestandteil der Qualifizierung ist die Entwicklung und Umsetzung eines eigenen Praxisprojekts. Die Teilnehmenden erarbeiten konkrete Angebote und Methoden für ihre jeweiligen Arbeitsfelder und setzen diese im eigenen beruflichen Kontext um.

Im Mittelpunkt stehen die Lebenswelten von Jungen*, ihre Bedürfnisse, Ressourcen und Herausforderungen. Die Teilnehmenden setzen sich mit Geschlechterrollen, Männlichkeitsanforderungen sowie mit intersektionalen Perspektiven auseinander und reflektieren, wie Faktoren wie soziale Herkunft, Armut, Migration oder kulturelle Zuschreibungen die Entwicklung von Jungen* prägen. Eigene biografische Zugänge werden reflektiert und dienen als Grundlage für eine kritische Reflexion der eigenen Haltung sowie der professionellen Rolle als Fachkraft.

Darauf aufbauend werden bewährte Konzepte der Jungen*arbeit vorgestellt, die helfen, pädagogische Situationen besser zu verstehen und gezielt zu gestalten. Ein besonderer Fokus liegt auf der Entlastung von einengenden Männlichkeitsanforderungen sowie auf den digitalen Lebenswelten von Jungen*. Dabei stehen deren Chancen, Risiken und die daraus resultierenden pädagogischen Handlungsmöglichkeiten im Mittelpunkt.

Jungen*arbeit sollte als Querschnittsthema in allen Bereichen der Pädagogik mitgedacht und umgesetzt werden.

Anmeldung unter: https://ems.lvr.de/microsite/index.cfm?l=DA629FDF230BC5177F1E8125D2FAC48B&sp_id=1 

Redaktion: Oliver Kubanek