Baden-Württemberg
Das Thema Strukturförderung wird in Zukunft entscheidend sein
Viel Anerkennung beim Empfang der Jugendverbände – aber auch klare Forderungen an die Politik - In Stuttgart diskutierten Jugendverbände und Politiker*innen über die Förderung jugendgerechter Strukturen. Sozialminister Lucha betonte die Bedeutung der Jugendverbandsarbeit für die Demokratie und die Entwicklung junger Menschen.
07.11.2025
Anfang Oktober fand der Empfang der Jugendverbände in Stuttgart statt, veranstaltet vom Landesjugendring Baden-Württemberg. Das Motto des Abends lautete: „Gemeinsam für ein jugendgerechtes Baden-Württemberg – Vision für das Baden-Württemberg der Zukunft“. Rund 90 Gäste waren anwesend, darunter Sozialminister Manne Lucha, die Fraktionsvorsitzenden Andreas Schwarz (Grüne) und Andreas Stoch (SPD), stellvertretender Fraktionsvorsitzender Jochen Haußmann (FDP), die jugendpolitischen Sprecher Manuel Hailfinger (CDU) und Erwin Köhler (Grüne) und weitere.
Was ist der richtige Rahmen für ein jugendgerechtes Baden-Württemberg?
Zur Eröffnung sprach Sozialminister Manne Lucha. In seinem Grußwort würdigte er die Jugendverbandsarbeit und betonte ihre Bedeutung als essenziellen Teil der demokratischen jungen Zivilgesellschaft sowie als unverzichtbare Begleitung beim Aufwachsen junger Menschen. In einem kleinen Rückblick über seine Amtszeit hob er besonders die gelungene Zusammenarbeit hervor. Gerade während der Corona-Pandemie hätte sich gezeigt, wie wichtig die Strukturen sind, die die Jugendverbandsarbeit bietet – aber auch darüber hinaus: „Ohne Ihre qualitätsvolle Arbeit, hätten wir den Masterplan Jugend in dieser Ausprägung nicht umsetzen können“, betonte Lucha.
Alexander Strobel, Vorstandssprecher des Landesjugendrings, verdeutlichte in seiner Rede, dass es für eine starke Jugendverbandsarbeit starke Strukturen braucht. Gemeint sind Investitionen in Personal, Räumlichkeiten und Angebote.
„Ein zentrales Ziel für die Landesregierung muss die Erhöhung der strukturellen Förderung zur Unterstützung der Arbeit der Jugendverbände und Jugendringe sein. Diese Arbeit ist ein fundamentaler Baustein für die Teilhabe und die Interessenvertretung junger Menschen – und wir brauchen Ihre Unterstützung“,
appelliert Strobel an die Politik. Strobel betonte außerdem die Notwendigkeit, junge Menschen aktiver in politische Prozesse einzubinden.
Die weiteren Gastredner, Andreas Schwarz (Grüne), Manuel Hailfinger (CDU), Andreas Stoch (SPD) und Jochen Haußmann (FDP/DVP) hoben ebenfalls die Rolle der Jugendverbände als zivilgesellschaftliche Akteure hervor, unter anderem als verlässliche Partner in der Ganztagsbetreuung.
Im Anschluss diskutierten die anwesenden Vertreter*innen der Jugendverbände gemeinsam mit den Politiker*innenn und Mitarbeiter*innen des Ministeriums in entspannter Atmosphäre. Auf Plakaten in Form von Sprechblasen konnten sie ihre Visionen für die nächste Legislaturperiode des Landtags festhalten, um konkrete Impulse für eine jugendgerechte Landespolitik zu sammeln.
Gäste
Zu Gast waren Sozialminister Manne Lucha (Grüne), Andreas Schwarz (Grüne), Manuel Hailfinger (CDU), Erwin Köhler (Grüne), Andreas Stoch (SPD), Jochen Haußmann (FDP/DVP), Petra Krebs (Grüne), Susanne Aschoff (Grüne), Ministerialdirigentin Simone Höckele-Häfner sowie Ehrenamtliche und Mitarbeiter*innen aus den Jugendverbänden und Jugendringen.
Über den Landesjugendring
Der Landesjugendring ist die Arbeitsgemeinschaft von 32 Jugendverbänden auf Landesebene und von den Orts-, Stadt- und Kreisjugendringen. Er vertritt darüber hinaus die Interessen von Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg.
Quelle: Landesjugendring Baden-Württemburg e.V. vom 10.10.2025
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