Bildungspolitik

Bildungsrepublik Deutschland: Junge Wirtschaft fordert Maßnahmenkatalog statt Finanzplan

Die junge Wirtschaft, ein informeller Zusammenschluss von Wirtschaftsjunioren und Handwerksjunioren ist sich einig: „Bildung ist unser wichtigstes Kapital. Darin sind wir uns mit der neuen Bundesregierung einig, aber mehr Geld für Bildung heißt nicht automatisch, dass sich die Qualität der Bildung verbessert. Dazu brauchen wir ein echtes Maßnahmenpaket und eine Reform des Bildungssystems."

12.11.2009

"All das wird ohne eine Richtlinienkompetenz der Regierung statt der Bildungshoheit der Länder nicht möglich sein“, mahnen die Bundesvorsitzenden der Wirtschaftsjunioren und der Junioren des Handwerks, Stefan Kirschsieper und Carsten Röttgers. „Als Unternehmer sehen wir, dass immer weniger Schüler ausbildungsreif sind. In Zeiten von demographischem Wandel und Fachkräftemangel können wir uns weniger denn je leisten, auf diese 20 Prozent der Schüler zu verzichten“, sagt Kirschsieper. „Mit den Schulabbrechern zusammen fehlen dem Arbeitsmarkt knapp 30 Prozent Auszubildende und mögliche Mitarbeiter“, betont Carsten Röttgers.

Die Junge Wirtschaft plädiert für die Einführung eines Pflichtvorschuljahrs und Ganztagsschulen, um schon vor Schulbeginn für alle Kinder gleiche Voraussetzungen zu schaffen und während der Schulzeit für eine umfassende Betreuung zu sorgen. Kirschsieper und Röttgers sind sich einig: „Auch die 30 Prozent müssen schul- und ausbildungsreif gemacht werden, damit der Wirtschaft nicht die Arbeitskräfte ausgehen. Wir Unternehmer sind bereit, mit Schulen zusammenzuarbeiten und Schülern mit Praktika etc. Unterstützung bei der Berufsorientierung zu geben. Aber auch Lehrer sollten in die Unternehmen gehen, sich informieren und Praktika machen, damit sie die Schüler realitätsnah auf den beruflichen Alltag vorbereiten können.“

Quelle: Wirtschaftsjunioren Deutschlands

Redaktion: Ilja Koschembar

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