Freiwilliges Engagement

Bayern: Ehrenamtliche in der Jugendarbeit im Einsatz für Flüchtlinge

Zehn junge Erwachsene stehen im Kreis auf einer Wiese und halten sich die Hände.

Die Jugendarbeit in Bayern steht zusammen, um junge Flüchtlinge gut zu versorgen und zu integrieren. Viele tausend Ehrenamtliche helfen derzeit Tag für Tag geflüchteten Menschen und öffnen ihnen den Weg in die Gesellschaft. BJR-Präsident Fack forderte zum Tag des Ehrenamts, die ehrenamtlichen Strukturen in der Jugendarbeit zu stärken.

07.12.2015

"Die Jugendarbeit nutzt ihre Erfahrungen und Stärken in der Integration von Menschen unterschiedlicher Herkunft. Gemeinsam bauen ehrenamtliche Helferinnen und Helfer in Städten und Gemeinden an einer gemeinsamen Zukunft – mit den Flüchtlingen, die den Weg zu uns gefunden haben. Eine Willkommenskultur kann sich aber nur dann entfalten, wenn die ehrenamtlichen Strukturen gestärkt werden", sagte Matthias Fack, Präsident des Bayerischen Jugendrings (BJR), zum Internationalen Tag des Ehrenamts am 5. Dezember 2015.

Strukturprojekt "Jugendarbeit mit jungen Flüchtlingen"

Das Strukturprojekt "Jugendarbeit mit jungen Flüchtlingen" des BJR setzt genau hier an. Es startete im Oktober 2015 und unterstützt vor allem Ehrenamtliche in den bayerischen Jugendringen und -verbänden in ihrem Ziel, junge Flüchtlinge an den Angeboten der Jugendarbeit teilhaben zu lassen. Experten/-innen aus dem BJR und Partnerorganisationen informieren und beraten etwa zu Themen wie Rassismus und Rechtsextremismus, Schule und Asylrecht.

Beispiel Kreisjugendring Augsburg-Land

Wie Jugendarbeit Flüchtlinge gut integriert, erzählt beispielhaft das Projekt "Meine Heimat – Deine Heimat" des Kreisjugendrings Augsburg-Land (KJR). Gelungener Auftakt war das Mühlenfest im Juli 2015: 189 Menschen mit Fluchterfahrung folgten der Einladung des KJR, 248 Aktive wirkten auf dem Zeltplatz Rückenmühle bei Zusmarshausen mit. Insgesamt 700 Gäste machten das Fest zu einem bunten, multikulturellen und internationalen Ereignis.

"Uns geht es darum, dass sich Kinder und Jugendliche mit und ohne Fluchterfahrung kennenlernen können, dass wir Vereine vernetzen und austauschen, dass Vorurteile und Berührungsängste abgebaut werden. Einen wunderbaren Anfang haben wir mit vielen engagierten Ehrenamtlichen mit dem Mühlenfest erreicht", so Sabine Landau, Geschäftsführerin des KJR Augsburg-Land.

Quelle: Bayerischer Jugendring vom 04.12.2015.

Redaktion: Svenja Karrenstein

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