Sozialpolitik

Ausbildungsreport: Ausbildung für viele Jugendliche kein Zuckerschlecken

Ein Auszubildener arbeitet mit Kabeln und Elektrotechnik

Mehr als 70 Prozent haben zum Ende der Ausbildung keine Übernahmegarantie und knapp die Hälfte der befragten Auszubildenden muss mit weniger als 500 Euro im Monat auskommen. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Ausbildungsreport des Detschen Gewerkschaftsbunds (DGB) Berzirk Berlin-Brandenburg.

13.12.2012

Für ihren 7. Ausbildungsreport hat die DGB-Jugend 2.440 Jugendliche aus Berlin und Brandenburgbefragt, die in mehr als 50 verschiedenen Berufen qualifiziert werden.

Bei der Präsentation des Jugendreports wies die DGB-Vorsitzende von Berlin und Brandenburg, Doro Zinke, darauf hin, dass in der Metall- und Elektroindustrie seit Mai 2012 für alle, die nach dem 31.12.2012 ihre Ausbildung erfolgreich beenden und deren Betrieb tarifgebunden ist, die unbefristete Übernahme gilt. In Berlin und Brandenburg sei die Übernahme Teil des „Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung und zum Beschäftigungsaufbau“. Auch AOK und die Deutsche Telekom haben ihren Auszubildenden grundsätzlich eine unbefristete Übernahme im erlernten Beruf garantiert. Dies wurde von den jeweiligen Gewerkschaften mit den Unternehmen tariflich vereinbart.

Trotz des drohenden Fachkräftemangels seien immerhin noch mehr als 3.000 junge Menschen in Berlin und Brandenburg ohne Ausbildungsplatz. Die DGB-Vorsitzende wandte sich angesichts des rasanten technologischen Fortschritts gegen Schmalspurausbildungen und forderte die Unternehmen auf, ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nachzukommen, da nicht einmal jeder vierte Betrieb ausbilde. Jugendliche mit besonderen Lernbedürfnissen müssten speziell gefördert werden, diese Möglichkeiten seien noch zu wenig bekannt. Ferner drücke der schlechte Ausstattungsstandard etlicher Berufsschulen auf das Niveau der Ausbildung, beklagte Zinke.

Der Ausbildungsreport steht zum <link http: berlin-brandenburg.dgb.de presse external-link-new-window externen link in neuem>kostenlosen Download (PDF, 5 MB) zur Verfügung.

Quelle: Deutscher Gewerkschaftsbund Bezirk Berlin-Brandenburg vom 12.12.2012

Redaktion: Kerstin Boller

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