Flucht und Migration
AmkA berät im stadtRAUMfrankfurt zu Antidiskriminierung, Integration und Migration
Das Amt für multikulturelle Angelegenheiten (AmkA) der Stadt Frankfurt ist künftig vom Land Hessen beauftragter Träger des Antidiskriminierungsnetzwerks (AdiNet) Rhein-Main. Staatsminister Kai Klose und Stadträtin Sylvia Weber betonten anlässlich der neuen Trägerschaft, dass die Antidiskriminierungsarbeit vor Ort den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärke und fördere.
01.09.2020
„Wir werben dafür, dass Akzeptanz und ein diskriminierungsfreies Miteinander in der Mitte der Gesellschaft aktiv gelebt werden“, betont Sozial- und Integrationsminister Kai Klose. „Die regionalen Antidiskriminierungsnetzwerke sind wichtige Bausteine der Politik des Landes für ein friedliches und soziales Zusammenleben.“
AdiNet Rhein-Main wurde bisher von der Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte Hessen (agah) getragen. „Ich freue mich, dass wir mit dem AmkA der Stadt Frankfurt einen bereits in der Antidiskriminierungsarbeit sehr engagierten Träger gewinnen konnten“, erklärt Klose.
Stadträtin Sylvia Weber, Dezernentin für Integration und Bildung der Stadt Frankfurt äußert sich sehr erfreut über die Entscheidung des Landes: „Die Beauftragung des AmkA mit der Fortführung des AdiNet ist eine Wertschätzung unserer bisherigen Antidiskriminierungsarbeit. Gerade in der aktuellen Situation ist es wichtig, Akteurinnen und Akteure, die sich gegen Diskriminierung positionieren, zu vernetzen.“
Vier regionale Antidiskriminierungsnetzwerke in Hessen
Das Land Hessen fördert seit 2018 den Auf- und Ausbau von vier regionalen Antidiskriminierungsnetzwerken (AdiNet) in Nord-, Mittel- und Südhessen sowie im Rhein-Main-Gebiet, um den Diskriminierungsschutz und den gesellschaftlichen Zusammenhalt vor Ort zu stärken.
Die Netzwerke ergänzen und erweitern die Arbeit der 2015 eingerichteten Antidiskriminierungsstelle im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration.
Die Stelle und die Netzwerke arbeiten horizontal, sie setzen sich also gleichermaßen gegen rassistische und ethnische Diskriminierungen wie gegen Benachteiligungen aufgrund des (Lebens-)Alters, Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung oder der sexuellen Identität ein. Zu ihren Schwerpunkten gehören neben Vernetzungsarbeit auch Öffentlichkeitsarbeit, Sensibilisierung und Prävention.
Über das AmkA
Das Frankfurter AmkA ist seit 1989 das älteste und mit über 50 Mitarbeitenden bundesweit zugleich das größte kommunale Fachamt für alle Fragen rund um Migration, Integration und Antidiskriminierung. Das AmkA hat zugleich die Funktion der städtischen Ombudsstelle Antidiskriminierung. An seinem Standort betreibt das AmkA ein interkulturelles Kompetenz- und Veranstaltungszentrum, den stadtRAUMfrankfurt, der die Arbeit des regionalen Netzwerks Rhein-Main zusätzlich unterstützen wird. Darüber hinaus bietet die Antidiskriminierungsstelle des Landes auch Beratung für von Diskriminierung Betroffene an.
Informationen und Kontakt
- Amt für multikulturelle Angelegenheiten (AmkA)
- Antidiskriminierungsstelle Hessisches Ministerium für Soziales und Integration
Quelle: Hessisches Ministerium für Soziales und Integration vom 31.07.2020
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