Corona-Aufholpaket
450 neue FSJ-Plätze in Hessen
In einer gemeinsamen Rahmenvereinbarung zwischen dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, dem Hessischen Kultusministerium und der LAG Freiwilligendienste Hessen, wurde die Schaffung von 450 neuen Plätzen im Freiwilligen Sozialen Jahr getroffen. Ziel ist es, 250 neue FSJ-Einsatzplätze in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, sowie 200 neue FSJ-Einsatzplätze an Schulen mit Ganztagsangeboten oder Ganztagsschulen zu schaffen.
03.08.2021
„Kinder und Jugendliche brauchen jetzt wieder „Räume", in denen sie sich begegnen und austauschen können, aber auch Erholungsangebote, um wieder Kraft tanken zu können. Wir wollen mit den neuen Einsatzplätzen im Freiwilligen Sozialen Jahr in Einrichtungen der Kinder und Jugendhilfe Gelegenheiten und Angebote für Kinder und Jugendliche unterstützen.“, betonte Kai Klose, Hessischer Minister für Soziales und Integration.
So werden Angebote der außerschulischen Jugendarbeit wie auch der Kinder- und Jugendhilfe vor Ort verstärkt sowie günstige Ferien- und Wochenendfreizeiten beziehungsweise Jugendbegegnungen ermöglicht.
Analog zum bisherigen Landesprogramm „FSJ an Schulen“, das bereits seit mehr als 10 Jahren sehr erfolgreich an hessischen Schulen etabliert ist, wird in den kommenden beiden Jahren das Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona“ durch den Bund mit weiteren 200 FSJ-Plätzen pro Schuljahr verstärkt.
„Der Einsatz von FSJ-Kräften an Schulen ist eine win-win-win-Situation für alle Beteiligten“, erklärte Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz und erläuterte weiter: „Die Freiwilligen erleben Schule aus der Perspektive verantwortlicher Erwachsener und können u.a. Klarheit bezüglich des Berufswunschs „Lehramt“ erlangen. Die Schülerinnen und Schüler nehmen junge Menschen, die nur wenig älter sind als sie selbst, als Unterstützer und kompetente Anbieter von Aktionen und Kursen wahr. Die Schulen – also Lehrkräfte und Schulleitung – freuen sich über die Unterstützung der jungen Menschen, die mit ihren Ideen und Kompetenzen frischen Wind in die Schulen hineinbringen.“
Aktionsprogramm Aufholen nach Corona
Grundlage zur Umsetzung des Aktionsprogramms ist eine den Ländern zur Verfügung gestellte erhöhte Beteiligung an der Umsatzsteuer in den Jahren 2021 und 2022. Im Zeitraum 2021 bis 2022 stehen auf dieser Grundlage ca. 9,3 Mio. Euro für die Förderung neuer Einsatzplätze im Freiwilligen Sozialen Jahr in Hessen zur Verfügung. Zur Koordinierung sowie Umsetzung des Aktionsprogramms wird bei der LAG Freiwilligendienste Hessen bzw. bei einem durch die LAG Freiwilligendienste Hessen benannten FSJ-Träger eine Koordinationsstelle geschaffen.
Die im Rahmen des Aktionsprogramms angestrebten neuen zusätzlichen FSJ-Einsatzplätze sind entsprechend der Vereinbarung zwischen Bund und Ländern auf Angebote zu beziehen, die der Förderung von Kindern und Jugendlichen (soziale wie auch kognitive Kompetenzentwicklung) ausgerichtet sind. Hierzu zählen insbesondere Angebote in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe (z. B. im Bereich von Angeboten der Jugendarbeit, im Bereich der Jugendsozialarbeit, im Bereich von Kindertageseinrichtungen, im Bereich von Angeboten der Hilfen zur Erziehung, im Bereich des Sports).
Weiterführende Informationen zum Aufholprogramm finden sich auf den Internetseiten des BMFSFJ.
Quelle: Hessisches Ministerium für Soziales und Integration vom 02.08.2021
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