UNICEF Deutschland

Zwei Jahre COVID-19-Pandemie – Interessen junger Menschen stärker berücksichtigen

Zwei Jahre nach dem Beginn des ersten Lockdowns in Deutschland hat UNICEF Deutschland ein Positionspapier zu den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf Kinder und Jugendliche veröffentlicht. Darin empfiehlt die Kinderrechtsorganisation, mehr Anstrengungen zu unternehmen, um die Folgen der Pandemie für junge Menschen abzumildern, sie besser zu schützen, zu unterstützen und stärker an den politischen Entscheidungen zu beteiligen, die sie betreffen.

16.03.2022

„Nach nunmehr zwei Jahren Covid-19 in Deutschland zeichnet sich ab, dass einige der getroffenen Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie voraussichtlich auch langfristig negative Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche in Deutschland haben werden,“ so Dr. Sebastian Sedlmayr, Leiter der Politik-Abteilung bei UNICEF Deutschland. „Das Dilemma, zwischen unmittelbarem Gesundheitsschutz und sozialen Folgekosten abzuwägen, ist schwer aufzulösen. Es ist aber an der Zeit, Lehren aus zwei Jahren Pandemie zu ziehen und nachhaltige Lösungen zu beschließen, um vor allem die Kinder, Jugendlichen und Familien wirksam zu unterstützen, die besonders benachteiligt sind und am meisten unter der Pandemie und den getroffenen Maßnahmen leiden. Dazu müssen ihre Stimmen gehört werden.“

Das am 15. März 2022 veröffentlichte Positionspapier von UNICEF Deutschland konstatiert, dass die Covid-19-Pandemie sowie die Maßnahmen zu ihrer Eindämmung zum Teil langfristige Auswirkungen auf die Bildung, psychische Gesundheit, Lebensqualität und Zukunftsperspektiven von Kindern und Jugendlichen in Deutschland haben. Insbesondere Kinder aus einkommensschwachen Familien sowie nach Deutschland geflüchtete Kinder haben demnach ein deutlich erhöhtes Risiko, von den Folgen der Pandemie dauerhaft negativ betroffen zu sein.

UNICEF Deutschland hat deshalb Schlussfolgerungen und Empfehlungen zu einer Verarbeitung und Aufarbeitung von Pandemiefolgen für Kinder, Jugendliche und Familien jenseits des Gesundheitsschutzes formuliert. So sollten Kitas und Schulen dazu befähigt werden, die Folgen der Pandemie aufzuarbeiten, der Kinderschutz ausgebaut und krisenfest gemacht werden, die besonders belastete Kinder und Jugendliche identifiziert und gezielt unterstützt werden und Kinder als Expert*innen in eigener Sache eingebunden werden.

Das Positionspapier zu den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf Kinder und Jugendliche (PDF, 224 KB) steht bei UNICEF Deutschland zur Verfügung.

Quelle: UNICEF Deutschland vom 15.03.2022

Redaktion: Frank Beckmann

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