Jugend- und Familienministerkonferenz 2026

Medienkompetenz und Demokratieverständnis fördern

Die JFMK in Frankfurt thematisierte die Stärkung von Zukunftskompetenzen wie Medienkompetenz und Demokratieverständnis. Geplante Reformen umfassen die Integration von Eingliederungsleistungen in die Jugendhilfe sowie verbesserte Kita-Qualitätsstandards. Jung lehnt Kürzungen bei individuellen Hilfen ab und kritisiert die Belastung kommunaler Finanzen durch bundesstaatliche Versäumnisse.

06.07.2026

Am 21. und 22. Mai fand in Frankfurt die JFMK unter hessischem Vorsitz statt. Das diesjährige Motto lautet: Zukunftskompetenzen stärken: Medienkompetenz und Demokratieverständnis fördern.

„Die Kinder- und Jugendhilfe ist eine bedeutende Säule des Sozialstaates und trägt entscheidend dazu bei, dass Kinder die notwendigen Rahmenbedingungen für gutes Aufwachsen erfahren und soziale Benachteiligungen ausgeglichen werden. Deshalb muss ein stärkerer Blick auf die ersten Lebensjahre gelenkt werden“, 

betont der saarländische Jugendminister Magnus Jung.

Wichtige Reformen wie die Überführung der Eingliederungsleistungen für junge Menschen in die Zuständigkeit der Jugendhilfe oder die verbesserte Sprach- und Entwicklungsförderung im Rahmen eines Kita-Qualitätsentwicklungsgesetzes müssen nach Jung umgesetzt werden.

Angesichts des wachsenden Spardrucks auf die Kinder- und Jugendhilfe weist Jung die Pläne für Leistungskürzungen und Einschränkungen individueller Hilfen zurück. „Es ist nicht Aufgabe der Kinder- und Jugendhilfe, die kommunalen Finanzen zu sanieren, die durch andere bundesstaatliche Versäumnisse beispielsweise in der Pflege- und Gesundheitspolitik belastet worden sind.“

Als Koordinator der A-Länder auf Bundesebene kündigte Jung zudem an, sich in diesem Sinn weiterhin engagiert in die Debatte auf Bundesebene einzumischen.

Quelle: Land Saarland - Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit vom 22.05.2026

Redaktion: Klara Neumann