Jugendforschung

Volkskundler untersuchen neuen Brauch des Junggesellenabschieds

"Germanys next top wife", "Ehesklave" oder auch "Der letzte Tag in Freiheit" steht auf ihren T-Shirts, begleitet von Freundinnen oder Freunden ziehen sie durch Kneipen und Fußgängerzonen. Ein typischer Junggesellenabschied - doch dieser Brauch, mit Freunden vor der Hochzeit noch einmal gemeinsam zu feiern, ist noch relativ jung. Im Rheinland hat er sich in den letzten Jahren weit verbreitet. Deshalb wollen die Volkskundler des LVR-Instituts für Landeskunde und Regionalgeschichte in Bonn diesen bisher kaum erforschten Brauch jetzt unter die Lupe nehmen.

31.01.2012

"Wir suchen Menschen, die uns von einem Junggesellenabschied berichten können" erklärt Andrea Graf, LVR-Volkskundlerin.

Um den Wandel dieses Brauches und seine Bedeutung darstellen zu können, suchen die Bonner Forscher Berichte von Menschen, die von den 1980er Jahren bis heute an einem Junggesellenabschied teilgenommen haben - ob als ehemalige Junggesellen und Junggesellinnen oder Trauzeugen und Freunde. Sie interessieren Fragen wie: "Wie wurde in den 1990er Jahren der Junggesellenabschied gefeiert und wie heute?" "Seit wann und wie hat sich der Brauch im Rheinland verbreitet?" "Wie hat er sich verändert?"   

Auch die aktuellen Brauchformen werden untersucht.  "Besonders interessant sind für uns Menschen, die demnächst einen solchen Abschied feiern und sich dabei begleiten lassen würden" erläutert Graf. Dabei geht es den Volkskundlern nicht nur um die klassische Kneipentour, sondern auch darum, etwas über alternative und neue Formen dieses Brauches zu erfahren.   

Eine Online-Umfrage zum Thema "Junggesellenabschied" steht unter <link http: www.rheinische-landeskunde.lvr.de _blank external-link-new-window external link in new>www.rheinische-landeskunde.lvr.de

Die Ergebnisse der Forschung sollen abschließend in eine Buchpublikation zum Thema "Hochzeit im Wandel" einfließen.

Wer dieses Forschungsprojekt unterstützen möchte, kann sich melden unter Tel. 02 28 / 9834-262 oder <link mail window for sending>[email protected]

Quelle: PM LVR vom 31.01.2012

Redaktion: Anneli Starzinger

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