UNICEF ruft zu Spenden auf

Ukraine – So geht es den Kindern

Alexander (rechts) mit seinem Sohn in einer U-Bahn-Station in Kiew. Die Familie ist vor den Gefechten geflüchtet.

UNICEF ist sehr besorgt über die Lage der Kinder in der Ukraine. Die aktuelle Militäroperation stellt eine unmittelbare und zunehmende Gefahr für das Leben und Wohlergehen von 7,5 Millionen jungen Menschen im Land dar. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen fordert dazu auf, die Kinder zu schützen und ruft zu Spenden auf.

28.02.2022

Die aktuellen Gefechte in der Ukraine bringen Kinder in Lebensgefahr. Es gibt keine bewaffneten Operationen dieses Ausmaßes, bei denen nicht auch Teile der Zivilbevölkerung und auch Kinder ihr Leben verlieren. Schwerer Beschuss in vielen Gebieten beschädigt zudem wichtige Einrichtungen für Kinder – darunter Schulen und Kindergärten, aber auch Trinkwasserstationen. Zahlreiche Familien wurden durch den Konflikt aus ihrem Zuhause vertrieben und sind auf der Flucht. Es sind Tage im Ausnahmezustand. Die Erlebnisse können für die Kinder schwer traumatisierend sein.

Militäreinsatz bringt Kinder in große Gefahr

Das UN-Kinderhilfswerk steht seit Beginn des Konflikts an der Seite der Kinder und Jugendlichen – ganz gleich, wo sie leben. Jetzt muss die lebensrettende Hilfe dringend ausgeweitet werden, fordert UNICEF. Junge Menschen und ihre Familien in den umkämpften Gebieten und auf der Flucht brauchen sauberes Trinkwasser und medizinische Versorgung. Zusätzlich werden Hilfsgüter wie warme Winterkleidung für Kinder und Spielmaterial zur psychosozialen Betreuung beschafft.

„UNICEF leistet seit acht Jahren in der Ostukraine lebensrettende Hilfe für Kinder. Dazu gehören der Transport von sauberem Wasser in die vom Konflikt betroffenen Gebiete, die Bereitstellung von Gesundheits-, Hygiene- und Schulmaterialien und die Zusammenarbeit mit den Gemeinden, um sicherzustellen, dass Kindern und Familien in Not sofort geholfen werden kann. Unsere Mitarbeitenden sind an mehr als fünf Standorten vor Ort. Von UNICEF unterstützte mobile Teams leisten psychosoziale Hilfe für traumatisierte Kinder -  in der aktuellen unsicheren Lage ist dies wichtiger denn je.“

Afshan Khan, UNICEF-Regionaldirektorin für Europa und Zentralasien

In den letzten Tagen ist jedoch deutlich geworden, dass der Bedarf an Hilfe für Kinder und Familien mit dem Konflikt eskaliert, betont Khan. Der Bedarf an grundlegenden Hilfsgütern sei groß und reicht von Hygieneartikeln über Decken und Gasbrenner bis hin zu Erste-Hilfe-Paketen. Die jungen Menschen und ihre Familien brauchen in der aktuellen Krise Hilfe mehr denn je. UNICEF verstärkt deshalb seinen Einsatz vor Ort und ruft dazu auf, die Kinder zu schützen und sicherzustellen, dass humanitäre Hilfe Kinder in Not sicher und schnell erreichen kann.

Spenden für die Hilfe vor Ort

Jeder in Deutschland der möchte, kann helfen. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen ruft deshalb jetzt zu Spenden auf. UNICEF bedankt sich für die vielfache Solidatität mit den jungen Menschen und ihren Familien.

Auch die Aktion Deutschland hilft, in der sich zahlreiche Wohlfahrtsverbände und Hilfsorganisationen zusammen geschlossen haben, ruft zu Spenden und Nothilfe für die Menschen in der Ukraine auf.

Quelle: UNICEF Deutschland

Redaktion: Frank Beckmann

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