Rekord in Niedersachen
Über 20.200 Erzieher*innen sowie Sozialassistent*innen in Aus- und Weiterbildung
In Niedersachsen befanden sich 2025/26 über 20.200 Schüler*innen in sozialpädagogischen Ausbildungen, davon 3.218 in Teilzeit. Die Nachfrage nach Erzieher*innen bleibt hoch, Maßnahmen wie Quereinstiege und Imagekampagnen fördern die Attraktivität. Die Zahl der Auszubildenden erreicht damit einen neuen Höchststand.
17.08.2026
Die sozialpädagogischen Bildungsgänge an berufsbildenden Schulen in Niedersachsen erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit: Etwa 20.200 Schüler*innen befanden sich im Schuljahr 2025/2026 in Schulformen, die zu einem Abschluss als Erzieher*in sowie Sozialassistent*in führen. Im Schuljahr davor waren noch 19.800 Sozialassistent*innen sowie Erzieher*innen in Aus- und Weiterbildung. Auch der Trend hin zu vergüteten Teilzeitausbildungsgängen hält an: 3.218 (+8,8%) der Schüler*innen nutzten die Möglichkeit einer tätigkeits- oder berufsbegleitenden Teilzeitausbildung. In diesen dualisierten Teilzeitausbildungen hat sich die Zahl der Auszubildenden in den zurückliegenden fünf Jahren damit nahezu verdoppelt.
„Der Bedarf an gut qualifiziertem Personal in unseren Kindertagesstätten bleibt weiter hoch“, betont Kultusministerin Julia Willie Hamburg.
„Verlässliche frühkindliche Bildung legt die Grundlage für gesellschaftliche Teilhabe. Mehr Erzieherinnen und Erzieher verbessern die Bildungschancen unserer Jüngsten und ermöglichen es Eltern, Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen. Darum hat das Land bereits vieles auf den Weg gebracht, um mehr Menschen für den Beruf zu begeistern. Der erneute Rekordwert von über 20.200 jungen Menschen in einer sozialpädagogischen Ausbildung macht deutlich, dass sich dieser Einsatz auszahlt. Diese Entwicklung ist auch den Schulen zu verdanken, die unermüdlich ihre Kapazitäten erweitern und ihre Bildungsgänge weiterentwickeln. Durch unsere Kampagnen und die wertvolle Arbeit in den Schulen und Einrichtungen können immer mehr Menschen für den Beruf gewonnen werden.“
Ebenfalls erfreulich ist der weitere Zuwachs, den die zweijährige Berufsfachschule Sozialpädagogik verzeichnet: In den zurückliegenden drei Jahren konnte die Anzahl der Schüler*innen, die mit einem Hauptschulabschluss in der Schulform starten können, um fast 44 Prozent auf nun 973 erhöht werden. Dies unterstreicht die Bedeutung dieser Schulform als entscheidende Vorstufe für den Einstieg in sozialpädagogische Berufe. Die Berufsfachschule Sozialpädagogik führt zum Realschulabschluss und ermöglicht zugleich eine vertiefte berufliche Grundbildung. Sie zeigt damit einen verkürzten Weg in die berufsqualifizierende Berufsfachschule Sozialpädagogische*r Assistent*in auf. Diese kann dann in einem Jahr abgeschlossen werden.
Auch die Doppelqualifizierung am Beruflichen Gymnasium hat sich als Erfolgsmodell bewährt. Die Doppelqualifizierung am Beruflichen Gymnasium ermöglicht es Schüler*innen, parallel zur Allgemeinen Hochschulreife (Abitur) einen staatlich anerkannten Berufsabschluss zu erwerben. Sie verzahnt theoretischen Unterricht mit intensiven Praxisphasen. Im Schuljahr 2025/26 waren deutlich über 3.600 von ihnen im Schwerpunkt Sozialpädagogik dieser Schulform.
Schüler*innen in Bildungsgängen, die auf eine berufliche Qualifizierung als Sozialpädagogische Assistent/in und/oder Erzieher/in hinführen
| Schuljahr | Schüler*innen (gerundet) | davon in tätigkeits- oder berufsbegleitender Teilzeitausbildung |
| 2014/2015 | 13.700 | 526 |
| 2015/2016 | 14.400 | 698 |
| 2016/2017 | 14.700 | 850 |
| 2017/2018 | 14.700 | 818 |
| 2018/2019 | 15.400 | 1.200 |
| 2019/2020 | 16.300 | 1.547 |
| 2020/2021 | 17.400 | 2.084 |
| 2021/2022 | 18.000 | 2.291 |
| 2022/2023 | 18.000 | 2.227 |
| 2023/2024 | 19.200 | 2.709 |
| 2024/2025 | 19.800 | 2.957 |
| 2025/2026 | 20.200 | 3.218 |
Um ausreichend gute Angebote machen zu können, braucht es auch weiter gut ausgebildete Erzieher*innen. Um attraktive Bedingungen für die Gewinnung von zusätzlichen Fachkräften zu schaffen, hat das Land zudem weitere Maßnahmen unternommen:
- Schaffung vielfältiger Quereinstiegsmöglichkeiten in die Ausbildung zur*zum Sozialpädagogischen Assistent*in sowie zur*zum Erzieher*in verbunden mit einer Verkürzung der Ausbildungsdauer.
- Einführung dualisierter und vergüteter Ausbildungs- und Weiterbildungsformate.
- Imagekampagne zur Steigerung der Attraktivität der sozialpädagogischen Ausbildungen. Siehe auch: jeden-tag-einzigartig.de
- Anpassungsfortbildungen für ausländische Fachkräfte, um Integration in den Arbeitsmarkt zu erleichtern.
Quelle: Niedersächsisches Kultusministerium vom 27.07.2026
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