Digitalisierung
Tag der Kinderseiten 2025: Nicht-kommerzielle Kinder-Internetseiten wichtiger denn je
Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert die Bundesregierung zur stärkeren Förderung nicht-kommerzieller Kinder-Internetseiten auf. Diese Seiten sind essenziell für die digitale Bildung und Teilhabe von Kindern, insbesondere im Umgang mit KI. Medienkompetenz sollte früh gefördert werden, um Kinder in die Lage zu versetzen, KI kritisch zu hinterfragen und zu gestalten.
27.10.2025
Die Bundesregierung muss sich aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes auch angesichts des rasant wachsenden Einsatzes von KI-Inhalten im Internet stärker als bisher bei der Förderung von guten, nicht-kommerziellen Kinder-Internetseiten engagieren. Nur dadurch kann gewährleistet werden, dass diese weiterhin als zentrale Orte digitaler Bildung und Teilhabe fungieren, um Kinder im Umgang mit KI zu begleiten und ihnen selbstbestimmte Lernerfahrungen zu ermöglichen. Medienkompetenzförderung muss früh ansetzen und alle Kinder erreichen. Dazu gehört auch, KI verständlich zu machen und kritisch einzuordnen. Wichtig ist auch, dass Kinderperspektiven stärker in die Entwicklung digitaler Angebote und Regeln einfließen. Nur so entstehen Räume, die Kinder nicht nur schützen, sondern stärken und in denen KI im Sinne der Kinder gestaltet wird. Das normiert im Übrigen auch die UN-Kinderrechtskonvention, nach der Kinder sowohl das Recht auf Beteiligung haben als auch der Zugang zu Medien ermöglicht und sichergestellt werden muss, damit die Kinderrechte im digitalen Raum zu ihrer vollen Entfaltung kommen.
„Künstliche Intelligenz ist längst Alltag, auch für Kinder, beispielsweise in Apps, Games, Suchmaschinen, Social Media oder über Sprachassistenten. In vielen Fällen entscheiden nicht nachvollziehbare Algorithmen, was Kinder sehen, hören oder empfohlen bekommen. Deshalb müssen sie verstehen lernen, wie solche Systeme funktionieren, und dass sie diese selbst gestalten, fragen und hinterfragen dürfen. KI ist aber nicht nur Risiko, sondern kann auch neue Lern- und Kreativchancen eröffnen. Wenn Kinder KI begleitet und altersgerecht erleben, stärkt das ihre Neugier, ihr Selbstbewusstsein und ihr Urteilsvermögen. Gute Kinderseiten-Internetseiten, wie beispielweise unsere Kinderseite www.kindersache.de, bieten genau dafür den Raum: altersgerecht aufbereitete Angebote - verständlich, geschützt und ohne Manipulation“,
betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.
„Grundsätzlich muss eine vielfältige Kinderseiten-Landschaft Teil eines präventiven und ganzheitlichen, vom Kind aus gedachten sicheren und bereichernden Medienumfeldes sein. Auch deshalb steht die Bundesregierung hier in der Verantwortung, durch eine projektunabhängige, langfristig planbare Förderung ein entsprechendes Angebot zu gewährleisten. Es ist erschreckend, dass es immer weniger gute, nicht-kommerzielle Kinder-Internetseiten gibt. Bewährte Angebote mussten ihre Arbeit ganz einstellen, viele andere haben ihre Angebote stetig eingrenzen müssen. Gleichzeitig sind sie, sofern sie als nicht-kommerzielle Angebote den Ansprüchen von Werbefreiheit und ausreichendem Kinderschutz genügen sollen, wirtschaftlich kaum tragfähig und brauchen Unterstützung“,
so Hofmann weiter.
Der „Tag der Kinderseiten“ soll am 21. Oktober als jährlich wiederkehrender Ehrentag die Aufmerksamkeit auf das vielfältige Kinderseiten-Internetangebot lenken und diese bei Familien, Eltern, Kindern, Pädagog*innen, Schulen, Journalist*innen sowie Medieninteressierten ins Gespräch bringen. An diesem Aktionstag sind alle dazu eingeladen, die Welt der Kinderseiten zu entdecken. Internetseiten wie kindersache.de, seitenstark.de und fragfinn.de, Initiativen, Schulen, Blogger*innen, Kinderseiten selbst – alle sind aufgefordert und herzlich eingeladen, mitzumachen, sich zu vernetzen und Kinderseiten bekannter zu machen.
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