Nationaler Aktionsplan Kinderchancen
Starke Stimmen für chancengerechtes Aufwachsen und mehr Teilhabe
Mehr Unterstützung in der Schule, bessere Netzwerke für Familien, das Wahlalter auf 16 Jahre absenken, den Öffentlichen Nahverkehr für unter 18-Jährige erschwinglich gestalten – diese und weitere Forderungen und Impulse für mehr Teilhabe und chancengerechtes Aufwachsen haben drei junge Menschen dem Ausschuss zum Nationalen Aktionsplan „Neue Chancen für Kinder in Deutschland“ präsentiert.
01.12.2025
Die Jugendlichen sind am 14. November 2025 als gewählte Vertreterinnen des Jugendteams ans Bundesfamilienministerium in Berlin gereist, um die Anliegen junger Menschen in den Nationalen Aktionsplan „Neue Chancen für Kinder in Deutschland“ (NAP Kinderchancen) einzubringen und zur Diskussion zu stellen. Dem Ausschuss gehören etwa 50 Mitglieder an, insbesondere Vertreterinnen und Vertreter von Kinderrechtsorganisationen, Wohlfahrtsverbänden sowie von Bund, Ländern und Kommunen.
Mit dem Nationalen Aktionsplan möchte die Bundesregierung bis zum Jahr 2030 die Situation von benachteiligten Kindern und Jugendlichen in Deutschland verbessern. Die am Deutschen Jugendinstitut (DJI) angesiedelte Service- und Monitoringstelle, kurz ServiKiD, unterstützt das Bundesfamilienministerium bei der Umsetzung des NAP organisatorisch und fachlich, beispielsweise mit wichtigen Erkenntnissen aus der eigenen Forschung und durch die Schaffung von Strukturen für die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen. Das NAP-Jugendteam wurde in Kooperation mit der gemeinnützigen Organisation „Dein München“ aufgebaut und besteht aus etwa 20 jungen Menschen im Alter von 14 bis 27 Jahren. Sie nehmen als vollwertige Mitglieder an den NAP-Ausschusssitzungen teil, bei denen sich die Mitglieder darüber austauschen, wie alle Kinder und Jugendliche, die von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht oder betroffen sind, gerechte Chancen erhalten und wie Armutsfolgen und soziale Ausgrenzung bekämpft werden können.
Kinderbeauftragte koordiniert künftig Maßnahmen des Nationalen Aktionsplans
Bundesbildungs- und -familienministerin Karin Prien ernannte in der Sitzung die Parlamentarische Staatssekretärin Mareike Wulf zur ersten Kinderbeauftragten. Sie soll den Belangen der Kinder in der Bundesregierung, in Brüssel und bei den Vereinten Nationen eine hörbare Stimme verleihen. Unter anderem wird sie ab sofort die Maßnahmen des NAP Kinderchancen koordinieren.
„Wir freuen uns, dass wir mit Mareike Wulf eine herausragende politische Persönlichkeit an der Spitze des Nationalen Aktionsplans bekommen, die politische Ebenen vernetzen und die Beteiligung aller relevanten Akteure sicherstellen kann, um allen Kindern und Jugendlichen ein chancengerechtes und gesundes Aufwachsen zu ermöglichen“,
sagt Dr. Gerlinde Janschitz, Leiterin der Service- und Monitoringstelle am DJI.
Quelle: Meldung des Deutsches Jugendinstitut e.V. vom 20. November 2025
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