Studie
Beteiligung als soziale Frage. Eine sozialisationstheoretische Bestandsaufnahme zu Familie, Schule und Partizipation junger Menschen in Deutschland.
Strukturebene: Bund
Diese Analyse untersucht aktuelle Sozialisationsbedingungen junger Menschen in Deutschland. Vor dem Hintergrund einer Polykrise wird das Modell der produktiven Realitätsverarbeitung nach Klaus Hurrelmann angewendet. Im Mittelpunkt stehen dabei Familie und Schule als zentrale Orte der Sozialisation sowie die Entwicklungsaufgabe des Partizipierens. Hierbei werden regionale Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland beleuchtet sowie Differenzen zwischen Stadt und Land. Die Ergebnisse zeigen regional ungleiche Beteiligungschancen, die sich als soziale Frage erweisen: Bleibt jungen Menschen erfahrbare Wirksamkeit verwehrt, gerät die demokratische Resilienz unter Druck. Daraus wird eine sozialpolitische Passungsformel – politische Beteiligungsrechte, angemessene Ressourcen und verlässliche Verfahren als Bedingungen erfahrbarer Wirksamkeit – entwickelt, die in raumsensible, wissenschaftlich fundierte Handlungsempfehlungen mündet.
Weitere Themen
Jugendsozialarbeit Kinder- und Jugendarbeit