Statement
Sorgearbeit zu Hause gerechter zwischen Müttern und Vätern verteilen
Laut destatis sind Frauen nur in jedem zehnten Paar Hauptverdienerinnen, obwohl Paare häufiger gleich viel verdienen. Elke Hannack, stellvertretende DGB-Vorsitzende, fordert daher eine gerechtere Verteilung der Sorgearbeit. Vorgeschlagen werden eine Reform des Ehegattensplittings, ein Rechtsanspruch auf Rückkehr in Vollzeit, Investitionen in Kitas und die Durchsetzung von Equal Pay.
20.03.2026
Zu den destatis veröffentlichten Zahlen, nach denen nur bei jedem zehnten Paar die Frau Hauptverdienerin ist, jedoch immer mehr Paare etwa gleich viel verdienen, ein Statement von Elke Hannack, stellvertretende DGB-Vorsitzende:
„Die gute Nachricht zuerst: In immer mehr Haushalten tragen Männer und Frauen in etwa gleich zum Haushaltseinkommen bei. In immer weniger Haushalten ist der Mann der Hauptverdiener. Doch mit Kindern ändert sich das: Mütter arbeiten häufiger Teilzeit, Väter seltener. Deshalb verdienen Männer in Familien deutlich mehr als die Mütter.
Wir brauchen wirksame Anreize, um die Sorgearbeit zu Hause gerechter zwischen Müttern und Vätern zu verteilen. Der DGB fordert deshalb: Erstens eine grundlegende Reform des Ehegattensplittings hin zur Individualbesteuerung. Zweitens einen Rechtsanspruch auf Rückkehr in Vollzeit für alle Beschäftigten. Drittens massive Investitionen in den bedarfsdeckenden Kita-Ausbau. Und viertens die konsequente Durchsetzung von Equal Pay durch schärfere Transparenzregeln – die europäische Entgelttransparenzrichtline muss in nationales Recht umgesetzt werden. Wir brauchen endlich eine Politik, die Frauen echte wirtschaftliche Unabhängigkeit ermöglicht – nicht nur am Internationalen Frauentag.“
Quelle: Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) vom 03.04.2026
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