Kinderschutz

RLP: Bericht zum Landeskinderschutzgesetz vorgelegt

Eine Ärzin mit einem kleinen Jungen

Kinder und Jugendliche vor einer Gefährdung ihres Wohls zu bewahren, ist eine der wesentlichen Aufgaben der Kinder-, Jugend- und Gesundheitshilfe. Deutlich wird dies auch im zweiten Bericht der Landesregierung zur Umsetzung des Landeskinderschutzgesetzes, den der rheinland-pfälzische Ministerrat gestern (22.07.2015) zur Kenntnis genommen hat.

23.07.2015

Der gemeinsam vom Familien- und vom Gesundheitsministerium erstellte Bericht informiert den Landtag über den Stand der Umsetzung, die Auswirkungen sowie den Weiterentwicklungsbedarf im rheinland-pfälzischen Kinderschutz.

Landesgesetz als Grundlage für Netz aus Maßnahmen

"Zusammen mit dem Bundeskinderschutz bildet das Landesgesetz die Grundlage für ein hochqualifiziertes und tragfähiges Netz aus Maßnahmen, das es Kindern in Rheinland-Pfalz ermöglicht, einen guten Start ins Leben zu bekommen, beste Entwicklungschancen zu erhalten und gesund aufzuwachsen", erklärte Familienministerin Irene Alt.

Einladungs- und Erinnerungswesen bei Früherkennungsuntersuchungen

Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler erläuterte, dass der Bericht thematisch den Schwerpunkt auf das  zentrale Einladungs- und Erinnerungswesen bei Früherkennungsuntersuchungen im Kindesalter legt, zu denen das Zentrum für Kindervorsorge seit 2008 Einladungsschreiben an alle Eltern im Land verschickt: "Für ein gesundes und sicheres Aufwachsen der Kinder sind die Früherkennungsuntersuchungen von zentraler Bedeutung. Denn sie ermöglichen es uns, bei Bedarf über das örtliche Gesundheitsamt oder das Jugendamt  den Familien Unterstützung anzubieten", ergänzte Ministerin Bätzing-Lichtenthäler.

Erhöhung der Impfquoten und Herbeiführung von Krankenversicherungsschutz

Weitere positive Effekte seien die Erhöhung der Impfquoten und die Herbeiführung eines Krankenversicherungsschutzes bei den Familien, die bisher keinen hatten. Die Landesregierung kommt in ihrem Bericht insgesamt zu einer positiven Bewertung des zentralen Einladungs- und Erinnerungswesens: "Die Untersuchung zeigt, dass wir in Rheinland-Pfalz bei den Früherkennungsuntersuchungen eine Teilnahmequote von nahezu 100 Prozent auf der Basis des Einladungs- und Erinnerungswesens erreicht haben. Das ist deutlich mehr als in Ländern, die kein solches Erinnerungswesen haben", so Alt und Bätzing-Lichtenthäler abschließend.

Quelle: Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen des Landes Rheinland-Pfalz vom 22.07.2015

Redaktion: Frank Beckmann

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