Gesundheit
Per App mehr Schutz für ungeborene Kinder – Vorstellung der „Sicher für 2“-Initiative
Die Initiative „Sicher für 2“ des saarländischen Frauen- und Gesundheitsministeriums sensibilisiert für Arzneimittelrisiken in der Schwangerschaft. Eine neue App hilft, ungeeignete Medikamente zu erkennen. Sie ist kostenlos in App-Stores verfügbar und wurde mit 100.000 € gefördert.
15.12.2025
Gemeinsam mit zahlreichen Partner*innen möchte das saarländische Frauen- und Gesundheitsministerium für dieses Risiko sensibilisieren und Strategien zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit in diesem Bereich implementieren.
„Die Arzneimitteltherapie werdender Mütter betrifft immer auch das ungeborene Kind. Viele Arzneimittel sind in der Schwangerschaft unbedenklich. Andere können das ungeborene Kind gefährden. Gerade in den ersten Wochen der Schwangerschaft können manche Arzneimittel kritische Auswirkungen haben. Wir wollen für diese Gefahr sensibilisieren und über die kostenfrei verfügbare App „Sicher für 2“ werdende Eltern dabei unterstützen, potenziell ungeeignete Arzneimittel einfach zu identifizieren. Die individuellen Risiken und Nebenwirkungen sollten im Anschluss mit einer Ärztin bzw. einem Arzt oder in einer Apotheke besprochen werden“,
erläutert Gesundheitsminister Magnus Jung.
Der Anstoß für das Projekt stammt von Prof. Dr. Daniel Grandt, der als Autor des Arzneimittelreports der BARMER und als Experte im Bereich Arzneimitteltherapiesicherheit das bisher unzureichend kontrollierte Risiko für ungeborene Kinder durch Analysen von Krankenkassendaten identifiziert, quantifiziert und beschrieben hat und das Projekt begleitet.
Wichtiger Bestandteil dieser Initiative ist die App der RpDoc® Solutions GmbH, Saarbrücken, die es werdenden Eltern z.B. per Eintragung mittels Barcode-Scan ermöglicht, Arzneimittel auf Eignung für die Anwendung in der Schwangerschaft zu überprüfen. Dadurch können die unbewusste Einnahme kindsschädigender Arzneimittel während der Schwangerschaft oder Stillzeit und die damit verbundenen Risiken vermieden werden. Der Einsatz der App wurde vom Ministerium finanziell mit 100.000 € gefördert.
Die App kann ab sofort im Play und Apple Store heruntergeladen werden.
Hintergrund
Das Projekt entstand in Kooperation mit RpDoc® Solutions GmbH Saarbrücken, der Kassenärztliche Vereinigung Saarland, dem Hausärzteverband Saarland, der Ärztekammer des Saarlandes, den Landesverbänden der Fachärzte für Frauenheilkunde, Neurologie und Dermatologie, der Apothekerkammer des Saarlandes, dem BARMER Institut für Gesundheitssystemforschung, dem Aktionsbündnis Patientensicherheit und Bundesministerium für Gesundheit.
Quelle: Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit vom 04.12.2025
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